Kommentare Print

Kommentare Print

Alle Kommentare zu Print-Artikeln

Avatar #571245
am Donnerstag, 26. Januar 2012 um 20:08

Relevanz?

Kommentar zum Print-Artikel
Todesfälle bei Gurtfixierungen
aus Dtsch Arztebl 2012; 109(3) vom Freitag, 20. Januar 2012
27000 Obduktionen stellen sicher nur einen Bruchteil der meist aus guten Gründen Fixierten dar. Nur 1 Person von 22 der ursächlich durch die FEM Verstorbenen erlitt diesen Tod trotz qualifizierter Anwendung der Maßnahme. Alternative Maßnahmen werden - vermutlich mangels flächendeckender Verfügbarkeit - gar nicht erst benannt, dabei wären Hausärzte und Pflegepersonal sicher für jeden praktikablen Hinweis dankbar.
Synthese dieser Arbeit wäre m.E. nicht die Vermeidung möglichst jeder FEM, die per se schon eine ultima ratio ist, sondern der Hinweis an die Kostenträger, wie wichtig eine körpergerechte Anpassung solcher Hilfsmittel bei Langzeitanwendung ist, wie dringend wir für scheinbar nebensächliche Dinge engagiertes und qualifiziertes Pflegepersonal brauchen und enstprechende bauliche Maßnahmen für die "Alternativen Maßnahmen".
Statt dessen juristische Drohungen, Kontrollzwang und internes "Qualitäts"management, das sowieso keiner liest - aus Zeitmangel.
Wie schon bei den Regeln zur Leichenschau fehlt der deutschen Rechtsmedizin offenbar jeder Bezug zur Basis und vor allem zu den enstehenden Kosten und es herrscht ein auffallend exekutiver Tonfall vor.
Ein gutes Beispiel auch für die Diskussion um die Anforderungen an Doktorarbeiten im letzten studium generale im universitären Klassenkampf.

Letztlich eine interressante Arbeit ÜBER die Basis der hausärztlichen Versorgung und ihrer wirklichen Nöte neben den pharmagesteuerten "Schwerpunkten".

Mit kollegialem Gruß.

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos