StudierenForenPraxis-EDVder Bundeseinheitliche Medikationsplan sorgt für Ärger bei CGM Kunden

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Avatar #569343
am Samstag, 8. Oktober 2016 um 18:58

der Bundeseinheitliche Medikationsplan sorgt für Ärger bei CGM Kunden

Der Bundeseinheitliche Medikationsplan ist spätestens ab 1.4.2017 eine Pflichtfunktion der Praxissoftware, trotzdem versucht die CompuGroup Medical (CGM) die Kunden dafür extra zur Kasse zu bitten. Für Turbomed-Kunden gibt es einen "Einführungspreis" von 300 Euro netto, obwohl Pflichtfunktionen der Software eigentlich von den laufenden Softwarewartungsgebühren abgedeckt sein müssen.

Als Warnung für alle, die überlegen, sich eine Praxissoftware zuzulegen oder zu wechseln, sich ihr Softwarehaus sorgfältig auszusuchen, hier ein kurzes Zitat aus der Antwort der Turbomed-Hotline auf meine Frage, warum der Medikationsplan kostenpflichtig ist:

"Sehr geehrter Herr Dr. ...,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Es tut mir leid, dass wir bezüglich der Einbindung des BMP nicht Ihren Erwartungen entsprechen.
sind gemäß unseren AGB berechtigt, neue Funktionen im Programm, unabhängig davon, ob sie vom Gesetzgeber
oder durch etwas Anderes initiiert sind, gegen Entgelt zu verkaufen.
Unseren AGBs sende ich Ihnen als eine PDF - Datei.
... "

(von mir nicht verändert!)

Turbomed war einmal eine gute Software, allerdings entwickelt sich seit der Übernahme durch CGM alles zum Schlechten: Die Programmqualität, die Preise, die Qualität der Hotline

Es ist offensichtlich, dass trotz der Preiserhöhungen hier weniger Ressourcen bereitgestellt werden, und sicher ist es bei den anderen CGM-Produkten, Albis, M1, Medistar ähnlich. Wahrscheinlich wird bald eine Software kommen, die diese Programme ersetzt, und die dann wahrscheinlich auch zum "Einführungspreis" erworben werden kann, rechtzeitig bevor die eigene Software dann ihr "end-of-life" erreicht.

Es gibt sicher noch M1-Kunden, die sich erinnern...
Avatar #649422
am Dienstag, 11. Oktober 2016 um 15:54
geändert am 11.10.2016 15:55:08
geändert am 11.10.2016 16:04:22
geändert am 11.10.2016 16:05:23
geändert am 11.10.2016 19:21:53

Ärgerlich..

ist es allemal, wie wir immer mehr zur Kasse gebeten werden.
Bekam heute dasselbe "Angebot" betr. Medikationsplan von CGM vom Anbieter Medistar, wobei Medistar in den letzten Jahren überhaupt vorallem eins ist, nämlich sehr teuer, bei gleichzeitiger Häufung der Programmfehler, zumindest signifikant gegenüber den letzten Jahren!
Zuletzt gabs als Überraschung das Antivrenprogramm statt 50€ im Jahr für MONATLICH(!)30,- €
So eine Preiserhöhung hab ich zumindest noch nie erlebt und das bei extrem hohen Softwarekosten von Medistar quartalsweise.

Ist Turbomed oder ein anderes Prgramm eigentlich alternativ zu empfehlen, was Umstieg angeht ? Preislich wird jedes Programm eh viel billiger sein als Medistar.
Avatar #725375
am Mittwoch, 29. März 2017 um 14:50

Kunden bleiben außen vor

das Thema Medikationsplan war auch einer der Gründe, warum wir von CGM und seinen Ablegern turbomed, medistar und albis die Finger gelassen haben und stattdessen die mac-native Lösung tomedo gewählt haben (siehe auch https://www.aerzteblatt.de/forum/119671)

Ich finde es nicht gerade kundenfreundlich, wenn ich für gesetzlich vorgeschriebene Module noch zusätzlich zur Kasse gebeten werde, und bei tomedo ist der bundeseinheitliche Medikationsplan von Anfang an im Quartalsupdate kostenlos inbegriffen ...

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