am Freitag, 11. August 2017 um 23:33

Wunschkonzert?

Kommentar zur Nachricht
Barmer-Chef verteidigt Homöopathie
vom Freitag, 11. August 2017
Ach, lieber Herr Staub, sind wir in der Krankenversicherung tatsächlich bei Wünsch-Dir Was? Das ist mir neu! Es verwundert aber nicht, wenn wirklich nur 50% der Menschen wissenschaftlichen Ergebnissen vertrauen, dass zumindest die Anderen sich Etwas wünschen, das mehr mit "fake-news", oder, hier wirklich angebracht, "alternative news" zu tun hat. Im übrigen: "0,01%" klingt ja sehr nett, aber um wievielte Millionen € handelt es sich denn konkret, die von der Solidargemeinschaft finanziert werden?

Michael Freudenberg
am Samstag, 12. August 2017 um 14:03

Deutschland - Insel der Unseligen?

Homöopathie ist als Arzneimitteltherapie, wie sie von den Homöopathen selbst propagiert und gesehen wird, unwirksam. Das ist keine Privatmeinung, sondern der weltweit anerkannte Stand der Wissenschaft. Es grenzt ans Lächerliche, wenn Krankenkassenvertreter diese Tatsache mit dem Hinweis beantworten, erstens wollten die Leute die Homöopathie ja und zweitens mache sie ja nur einen kleinen Anteil am Budget aus.
Der britische National Health Service hat vor kurzem die Verordnungsfähigkeit von Homöopathika beendet. Sein Direktor betonte, dass es nicht um pekunäre Erwägungen gegangen sei (obwohl der NHS dies bitter nötig hätte), sondern darum, dass die Methode weder einen klinischen Wirkungsnachweis erbracht habe noch ein sinnvolles Kosten-Nutzen-Verhältnis erkennbar sei. Damit ist der NHS einer Empfehlung der Wissenschaftskommission des britischen Unterhauses aus dem Jahr 2009 gefolgt, die klar die fehlende Evidenz der Homöopathie festgestellt hat. Nur als ein Beispiel weltweit.
Was ich für besonders wichtig halte: Das ohnehin angeschlagene Verhältnis der Bevölkerung zu Wissenschaft und Evidenz wird durch diesen unhaltbaren Unsinn und seine Verteidigung weiter untergraben. Das kann kein Kassenchef verantworten. Sorry, ich verstehe wirklich nicht, was sich Leute wie der Chef der Barmer bei solchen öffentlichen Äußerungen denken. Haben sie wirklich nur ihr Marketing im Kopf? Dann wird es doch Zeit für die Einheitskasse...
am Samstag, 12. August 2017 um 20:57

Werbung statt Evidenz

Während medizinisch notwendige Leistungen nicht erstattet werden, versuchen die Krankenkasse angeblich "Gesunde" mit Hang zu Homöopathie und Alternativmedizin zu gewinnen. Statt Evidenz regiert hier Marketing. Aus meiner Sicht müssten solche Praktiken gesetzlich gestoppt werden. Das Argument zieht ja nicht, dass viele Menschen an Homöopathie glauben. Schliesslich ist eine Krankenkasse keine Glaubensgemeinschaft.
am Sonntag, 13. August 2017 um 23:35

Warum

soll ich dann für eine Werbeaktion der Krankenkassen eine "Weiterbildung" + Prüfung absolvieren, deren Inhalt wisenschaftlich nicht sinnvoller ist als das Auswendiglernen des Berliner Telefonbuchs?
Jeder Arzt kann unwirksame Homöopathika verordnen - und die "Repertorisation" wird auch noch besser bezahlt als das Erheben einer "Biographischen Anamnese" beim Psychotherapeuten...
Für die alberne Akupunktur gilt das selbe...
am Montag, 14. August 2017 um 11:14

Die „klassische Homöopathie“ ist hochwirksam

@uendruscheit Die „klassische Homöopathie“ ist eine sehr ernsthafte Medizin,die sehr vielen Patienten in auswegloser Situation Linderung ihrer Beschwerden oder sogar Heilung gebracht hat.
Völlig unverständlich ist,daß immer noch darüber lamentiert wird, ob das nun Placebowirkung oder Scharlatanerie ist, die in keinem Fall honoriert werden sollte.
In Deutschland und Österreich sollen über 50% der Patienten Erfahrungen mit Homöopathie gemacht haben,mit steigender Tendenz.

Die „klassische Homöopathie“ ist ja nicht billig.
Wollen sie tatsächlich diese vielen Leute alle als Idioten abstempeln,und sich ausschließlich denen anschließen,die die „klassische Homöopathie“ noch nie in Anspruch genommen haben, dafür aber in allen Foren das Wort führen?
Haben Sie sich noch nie darüber Gedanken gemacht,ob man z.B.den Auslöser für „paroxysmales Vorhofflimmern“ sorgfältig ermitteln und mit homöopathischer Arznei,zur Ruhe bringen kann (der oftmals psychosomatischer Natur ist), um schließlich, nach längerer Beobachtung, sogar die Antikoagulantien und Betablocker (nur in Absprache mit dem Kardiologen) abzusetzen.
Die Schulmedizin bietet da nur Pradaxa und Metoprolol an und zwar bis zum Lebensende. Oder würden sie sich bis zu 6 Katheterablationen machen zu lassen,wobei jeweils die Herzscheidewand durchstochen wird,um Gewebe an den Pulvonalvenen zu veröden,wobei oftmals ein bleibender Schaden am Herzen entsteht.
Dazu gibt es eine Reihe Patientenberichte.
Die Kassen müssen, eine für alle günstige Zusatzversicherung anbieten,die die Kosten des klassischen Homöopathen deckt,ähnlich der Zusatzversicherung für Zahnersatz (Implantate). Die Patientenunzufriedenheit ,die durch die oberflächlichen 3 Minutenärzte entstanden ist,wird abklingen,weil die Patienten dann eine Alternative haben.
In Deutschland gibt es nur eine Versicherung ,die alle Kosten der ganzheitlichen Medizin übernimmt.

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