am Montag, 14. August 2017 um 13:14

Nein, Si-rei,

die Homöopathie hat noch nie jemandem in einer aussichtslosen Situation Heilung gebracht! Es sind genau solche unsinnigen Propagandasprüche, die die Homöopathie noch immer am Leben erhalten, obwohl sie längst widerlegt sind. Sogar viele homöopathisch tätige Ärzte, die es besser wissen müssten, nehmen solche Aussagen stillschweigend hin. Einem todkranken Patienten Hoffnung auf Heilung durch Homöopathie zu machen, ist absolut verwerflich. Glauben Sie mir, Si-rei, die Homöopathie ist wissenschaftlich ausreichend untersucht, damit auch jene, die sie noch nie in Anspruch genommen haben (wozu auch, sie wirkt ja nicht!) mit Fug und Recht sagen dürfen, sie wirkt nicht.
am Montag, 14. August 2017 um 13:20

Homöopathie ?????

Zunächst einmal sei auf den ausführlichen Beitrag von "Staphylococcus rex" (https://www.aerzteblatt.de/forum/120024#entry120024) verwiesen, der etliche Aspekte seriös aufgreift, und die H. nebenbei schon aus sich selbst heraus quasi ad absurdum führt.
Sodann sei auf inhaltliche Inkongruenzen hingewiesen (@Si-rei):
1. bedeutet "paroxysmales" Vorhofflimmern (pVHFli), dass sich die Krankheit ohnehin (jedenfalls zeitweise) selbst limitiert; ein "Heilungsanspruch" der Homöopathie erschließt sich ohne wissenschaftliche Belege von daher wohl kaum.
Hierzu ein Beispiel aus eigener Erfahrung: bei uns (Region Norddeutschland) "heilen" Scharlatane die "Gürtelrose" traditionell durch "Handauflegen" ("Besprechen"). Wundersamerweise erst in der 4. Woche ff., wenn die (unbehandelten) Bläschen ohnehin abklingen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
2. dem pVHFli eine "psychosomatische" Genese zuzusprechen, dürfte nicht nur mit bekannten Fakten unvereinbar sein (bspw. Mitralklappenveränderungen u.v.a.m.), vielmehr der "Menschenwürde" widersprechen: was ist eigentlich redlich daran, dem Patienten quasi "selbst Schuld" zu geben?
Außerdem muss darauf hingewiesen werden, dass der leichtfertig gutgläubige Laie auch ggf. einem "Etikettenschwindel" aufsitzen kann, wenn bspw. pflanzliche Extrakte in einer "homöopathischen" Verdünnung "D2" (1:100) angeboten werden, was ziemlich eindeutig auf wirksame Substanzen schließen lässt.
Zu guter Letzt: gegen eine Zusatzversicherung spricht mE wenig; wer das will, soll es haben (er sollte halt nur nicht ernsthaft krank sein...). Aber eben nicht auf Kosten der Versichertengemeinschaft. Genau so wie einzelnen Ärzten gelegentlich "Werbung per Rezeptblock" vorgehalten bzw. ggf. (zu Recht!) untersagt wird, sollten sich Krankenkassen ebenfalls an seriöse Praktiken halten.
am Mittwoch, 16. August 2017 um 10:29

Die Homöopathie ist den Versuch wert.

@ DrSchnitzler Von einer Heilung des paroxysmalem Vorhofflimmerns oder einer psychosomatischen Genese desselben habe ich ja auch nicht geschrieben,da werden wohl auch degenerative Prozesse am Werk sein.
Aber die Anfälle von 10 Min.bis mehrere Stunden,mehrmals täglich,sind bei mir weg.So das (zur Sicherheit) nach einem Jahr die Antikoagulantien und der Betablocker (in Absprache) abgesetzt werden konnten und ich weiterhin unter kardiologischer Kontrolle bleibe.

Die Anfälle treten nach Wochen gelegentlich wieder auf und werden mit Globuli wieder beruhigt.

Ich habe geschrieben, daß der „Auslöser“ für diese Anfälle von Vorhofflimmern, psychosomatischer Natur sein kann (destruktive Lebenssituation),und in vielen Fällen es auch ist.
Da ist die Homöopathie den Versuch wert,zusätzlich zu den Antikoagulantien homöopathische Arznei von einem „klassischen Homöopathen“zu nehmen und eine Wirkung abzuwarten.
Zu einem chronischen, also ständigem, Vorhofflimmern kann ich mich nicht äußern.

Der Vorteil der Homöopathie ist: Kein Dabigatran, kein Betablocker und kein Protonenpumpenhemmer als Dauermedikation.
Kein unsicherer Eingriff ins Herz (Katheterablation eher 50 %) und Ruhe in der Brust.
Nur „inhaltslose“ Globuli, alle 3 Monate.

Würden Sie denn einem Patienten diese Möglichkeit,die vielen immer wiederkehrenden, täglichen Anfälle,(die ihm große Angst bereiten) in den Griff zu kriegen, vorenthalten,wenn er weiterhin unter kardiologischer Kontrolle bleibt?

Ich rate jedem Patienten,dem zu einer Katheterablation als „erste Wahl“ geraten wird,sich diesen Eingriff im Herzen einmal bei „Google-Bilder“anzusehen,und unbedingt Patientenberichte über die Wirksamkeit dieses Eingriffs zu lesen.
Da gibt es Patienten denen 6 mal die Herzscheidewand durchstochen wurde (6 erfolglose Eingriffe) und die immer noch Anfälle von VHF haben, einige haben dadurch einen
Schaden am Herzen erlitten,so das man ihnen einen Schrittmacher implantieren mußte.

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