am Dienstag, 5. September 2017 um 09:44

Daten verzerrt und teilweise falsch wiedergegeben

Der Abstract der Brasky-Präventions-Studie gibt nicht alle Ergebnisse korrekt wieder bzw. unterschlägt wichtige Fakten. Die als kritisch bewerteten Dosierungen entsprechen nicht den gültigen Empfehlungen für einen präventiven Einsatz, welche in Deutschland von DGE und BfR vorgegeben werden und sind deshalb völlig ungeeignet. Die ebenfalls in der Studie verwendeten korrekten Dosierungen („Multivitamine“) erhöhen das Lungenkrebsrisiko nicht
Selbst wenn das Studiendesign korrekt wäre, würden die Ergebnisse von Brasky nur für Männer gelten (und nicht für Frauen!) und dann noch vor allem für rauchende Männer, denn: der eigentliche Risikofaktor ist das Rauchen !
Im Übrigen gilt: Jeglicher unbegründete oder falsche Einsatz und jede längerdauernde Über- und Unterversorgung von Mikronährstoffen und von allen am Markt zugelassenen Arzneimitteln ist abzulehnen.
Auf Wunsch ist eine ausführliche Stellungnahme mit Darlegung aller Daten erhältlich.
am Dienstag, 5. September 2017 um 09:45

Daten verzerrt und teilweise falsch wiedergegeben

Der Abstract der Brasky-Präventions-Studie gibt nicht alle Ergebnisse korrekt wieder bzw. unterschlägt wichtige Fakten. Die als kritisch bewerteten Dosierungen entsprechen nicht den gültigen Empfehlungen für einen präventiven Einsatz, welche in Deutschland von DGE und BfR vorgegeben werden und sind deshalb völlig ungeeignet. Die ebenfalls in der Studie verwendeten korrekten Dosierungen („Multivitamine“) erhöhen das Lungenkrebsrisiko nicht
Selbst wenn das Studiendesign korrekt wäre, würden die Ergebnisse von Brasky nur für Männer gelten (und nicht für Frauen!) und dann noch vor allem für rauchende Männer, denn: der eigentliche Risikofaktor ist das Rauchen !
Im Übrigen gilt: Jeglicher unbegründete oder falsche Einsatz und jede längerdauernde Über- und Unterversorgung von Mikronährstoffen und von allen am Markt zugelassenen Arzneimitteln ist abzulehnen.
Auf Wunsch ist eine ausführliche Stellungnahme mit Darlegung aller Daten erhältlich.
am Mittwoch, 13. September 2017 um 13:03

Gefährlich populistische Berichterstattung im DÄ

Das erinnert an den Abstract aus der Beta-Caroten-Studie (Provitamin-A) aus 1988 im New England Journal of Medicine. Hier hatten die Studienautoren mit ihrer nobelpreisverdächtigen Intelligenz geschlussfolgert, dass die signifikant höhere Mortalitätsrate bei Rauchern mit Lungenkrebs dem hochdosierten Beta-Caroten zuzurechnen sei, das in der Studie gegeben wurde, im Vergleich zu Rauchern ohne Beta-Caroten-Gabe. Für Medizinjournalisten, die nur den Abstract gelesen hatten, blieb als Kernaussage bis heute hängen: Beta-Caroten (Provitamin-A) induziert Lungenkrebs bei Rauchern. Dieser Blödsinn wird auch hier im Artikel ventiliert. Die intelligenten Autoren der Beta-Caroten-Studie (Provitamin-A) hatten vergessen, im Abstract deutlich darauf hinzuweisen, dass sie der Beta-Caroten-Gruppe die bestehenden „soliden“ Lungentumore der Raucher zugewiesen hatten. Das kommt dann erst auf Seite-2 der Studie. Etwas mehr Sorgfalt bei der Wiedergabe von wissenschaftlichen Informationen durch Medizinjournalisten wäre wünschenswert, da in der Folge die großen Tageszeitungen sich auf die Kernaussagen berufen – mit fatalen Folgen, wie man sieht.

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