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am Freitag, 12. Januar 2018 um 10:17

Beliebtes Hausarzt-Bashing?

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Budgetbegrenzung sorgt für weniger Arzttermine am Quartalsende
vom Donnerstag, 11. Januar 2018
Die Studienautoren liegen völlig falsch mit ihren Annahmen:
"Hausärzte schränken alle drei Monate ihre Praxistätigkeit ein. Mehr als 86 Prozent der Untersuchungen, die sie anbieten dürfen, unterliegen einem begrenzten Budget. Am Anfang jedes neuen Quartals stiegen laut Untersuchung die Termine in den Hausarztpraxen wieder um durchschnittlich mehr als sieben Prozentpunkte an."

Es sind nicht die Hausärzte, sondern es sind unsere Patientinnen und Patienten selbst, die zu Quartalsanfang sozusagen eine Abstimmung "mit den Füßen" einleiten. Das ist der einzige Grund, weshalb die hausärztliche Inanspruchnahmen zu Quartalsbeginn u.a. wegen der notwendigen Überweisungen zu den mitbehandelnden Fachärzten ansteigen.

Aktuell treffen in meiner seit 1992 bestehenden Hausarztpraxis zum Jahres- und Quartalsanfang 2018 die Patienten mit dem schlechten Gewissen über versäumte und verschleppte Arztbesuche im abgelaufenen Jahr 2017 mit denjenigen zusammen, die mit guten Vorsätzen das neue Jahr 2018 beginnen wollen.

Die von den Autoren Konrad Himmel und Udo Schneider vom "Hamburg Center for Health Economics" bzw. vom "Scientific Institute of TK for Benefit and Efficiency in Health Care" als "Research Paper | Year: 2017 | No: 14" präsentierten Ergebnisse:
"Ambulatory Care at the End of a Billing Period" sind zumindest für den hausärztlichen Versorgungsbereich nichts anderes als Reflexionen über historisch gewachsene, zyklische "Krankenschein"-Verhaltensweisen der Patienten.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
am Freitag, 12. Januar 2018 um 22:26

Fake-News

Die TK verfügt nur über die Abrechnungsdaten. Seit über 30 Jahren kommen in meiner Praxis im ersten Monat des Quartals 50%, im zweiten 35% und im dritten 15%. Wenn wegen der Pauschalierungen je Patient höchtens 1-3 Ziffern abgerechnet werden können, führt das gegen Quartalsende dazu, dass nur für "neue" Patienten Ziffern abgerechnet werden können - dann ist die Praxis voll, aber es können keine Leistungen mehr abgerechnet werden.
Und natürlich machen Ärzte dann in dem Monat Urlaub, in dem der Umsatzverlust am geringsten ist.

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