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am Montag, 15. April 2019 um 10:57

... zum Narren gehalten: VERANTWORTUNGSLOSE GROTESKE ...

Leserbrief und Kommentar zur Studie: https://academic.oup.com/eurheartj/advance-article/doi/10.1093/eurheartj/ehz135/5372326#usercomments

ZUSAMMENFASSUNG:
Es ist schon erstaunlich, dass (mutmaßlich; stellvertretend) Jos Lelieveld – gleich mehrfach – ERWIESENE TATSACHEN in Abrede stellt, ohne sie auch nur im Ansatz zu WIDERLEGEN.

ALLEM VORAN bestreitet er allen Ernstes ("We are unaware of such textbooks") die Schädlichkeit des Rauchens. UNTER ÄRZTEN brauche ich eine derartig VERANTWORTUNGSLOSE GROTESKE wohl nicht näher erläutern.

Nichtmedizinern sei zum Einstieg empfohlen:
- Doll & Hill: Smoking and Carcinoma of the Lung. BMJ 1950: 739-48
- Haustein, Groneberg: Tabakabhängigkeit. Springer-Verlag 2009
- Singer et al: Alkohol und Tabak. Thieme-Verlag 2010

Unzählige weitere Publikationen betreffend u.a. die Fachgebiete Kardiologie (sic), Pulmologie, Angiologie, Neurologie, Diabetologie, Ernährungsmedizin etc. pp. lassen sich ebenfalls leicht auffinden.

Sodann behauptet er "höhere Verbrennungstemperaturen" bei Umweltschadstoffen vs. Tabak. Das Gegenteil ist leicht nachprüfbar (zB Zigaretten bei 1.000 °C; Ottomotoren bei 500°C). Anorganische Substanzen (allem voran wohl NH3/Ammoniak) haben mit "Verbrennungsprozessen" hingegen rein gar nichts zu tun (Gülle).

Sodann bestreitet er die Vergleichbarkeit von Tabak und anderen Pflanzenprodukten, wogegen leicht nachprüfbar ist ("Garagenversuche": Zigaretten vs. Diesel), dass sich jedenfalls Menge und Größe der Partikel gerade nicht substanziell unterscheiden. Die Gefährlichkeit von Tabak ist gut untersucht (rund 7.000 Inhaltsstoffe, davon 70 potentiell oder nachweislich krebserregend); zudem hat noch niemals jemand behauptet, andere Rußquellen seien "gefährlicher" als Tabak.

Sodann bestreitet er die dosisabhängig erhöhte Mortalität bzw. Morbidität von Tabak versus "frischer Luft", bspw. gemessen am "Cotinin-Spiegel". Auch diese TATSACHEN sind leicht nachprüfbar.

Was bleibt, ist Ratlosigkeit.

Wie kann man derart tatsachenwidrige Aussagen in einem Fachmagazin für "Kardiologie" hinnehmen?

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