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Avatar #87787
am Donnerstag, 11. Oktober 2001 um 11:06

Befreiung, Taxischein und co. - mein Lieblingsthema

gerade kam wieder einer zur stationären aufnahme mit dem taxi (40km entfernt- dort auch behandlung problemlos vor ort möglich).
er wollte einen taxischein denn er sei befreit. ich fragte nach dem grund für diese befreiung (rollstuhl, schwere behinderung, andere gründe die gegen öffentliche Verkehrsmittel sprechen)- er sei arbeitslos. den schein habe ich nicht unterschrieben sondern ihm einen schrieb in die hand gedrückt der besagt, daß er stationär aufgenommen wurde und daß er das selbst bei der kasse einreichen soll. ob das jetzt in ordnung ist oder er tatsächlich anspruch auf taxi hatte, weiß ich nicht.

wer hat noch gute geschichten oder zahlen und fakten zum thema.
ich wüßte ja immer noch gerne was das im jahr die kassen kostet.

P.S. ich werfe die erst- u. zweitanforderungen von krankenkassen seit 2 jahren immer weg (sind in der regel sowieso vom computer erstellt) und habe damit meine verwaltungsarbeit um 15% reduziert und auch sonst damit gute erfahrungen gemacht - mein beitrag zum passiven wiederstand
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am Freitag, 12. Oktober 2001 um 13:10

Dein lieblingsthema, bones

bones,
1. alle transportkosten bei stationärer aufnahme werden von den kassen übernommen (KTW/RTW ca 700DM)
2. passiver widerstand...ich weiss nicht. die kassen zahlen dann halt nicht für die stationäre behandlung des patienten, das krankenhaus muss einen kredit aufnehmen, die anfallenden zinsen werden durch nichteinstellungen ausgeglichen. ods das bringt?
grüße solo4u
Avatar #87787
am Montag, 15. Oktober 2001 um 14:26

bankrott ist ok

wenn die klinik bankrott geht ist mir egal (zeitvertrag) ist mehr ein thema für die festangestellten (i.d.R. keine ärzte),
ausbleibende neueinstellungen sind mir auch egal, erstens gabs die in der vergangenheit auch nich und zweitens ist die ärtzliche personaldecke oft so dünn, daß weniger nicht geht. die kliniken merken dann vielleicht, daß die einkünfte von den ärzten erzielt werden (die patienten kommen nun einmal nicht um sich pflegen und verwalten zu lassen ´, sondern zu uns- alles andere ist beiwerk) und daß viele arbeiten doch kostengünstiger duch hilfarbeiter erledigt werden können.
Avatar #100509
am Montag, 15. Oktober 2001 um 19:41

gewagt

Sehr gewagte Aussage.
Ich persönlich möchte mich als Intensivpatient nicht in den Händen von Hilfspersonal anstatt speziell ausgebildeten Pflegekräfte wissen.
Bin selber Medizinerin, habe aber neben dem Studium als Pflegeaushilfe gearbeitet. Die Anforderungen an diesen Beruf sollte man nicht mit arrogantem Blick unterschätzen.
Eine gute, routinierte Schwesternschaft auf Station kann auch dem Stationsarzt viel Arbeit abnehmen (was sie ja indirekt fordern)!
In Bezug auf den immer mehr werdenden Verwaltungskram kann ich allerdings nur zustimmen. Habe auch schon in einem Krankenhaus gearbeitet, wo es pro Station je eine Stationssekretärin gab: sehr gutes Konzept, macht die Hände frei für wichtigere Arbeiten.

In dem Sinne
Medea
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am Dienstag, 16. Oktober 2001 um 19:32

na ja

na ja bones,
klar:
die Ärzte im Krankenhaus werden vielleicht erst ab der Einführung des DRG verstehen, dass sie selbst für das Wirtschaftsergebnis verantwortlich sind...
klar ist auch : als Arzt soll man am Krankenbett stehen und möglichst von anderen Aufgaben entlastet werden. Die Verwaltungen werden einsehen müssen, dass mehr Ärzte auch mehr Geld in die Kassen bringen.
klar ist aber auch: man muß das Geld auch nicht aus dem Fenster löffeln und ein wenig Sinn für etwas wie Gemeinwesen schadet zumindest nicht.
Grüße solo4u

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