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Avatar #821849
am Montag, 23. März 2020 um 19:28

PJ nur mit erlassenem M2!

Jenes, an den Tag gelegte Verhalten der zuständigen Institutionen ist absolut inakzeptabel!

Brächten wir diesen Umgang mit unseren Patienten an den Tag, welches uns durch die aktuelle Gesundheitspolitik beschert wird, wären wir arbeitslos.

- Kein Mitbestimmung
- Keine Rechte
- Keine Kompromisse
- Entscheidungen über den Kopf hinweg
- In Kenntnis setzen von Diagnosen über Dritte
- Kein respektvoller Umgang usw.

Wir studieren seit Jahren, forschen, lernen und helfen wann immer es geht. Nahezu alle Studentinnen haben Schulden, teils wenig Zeit für das private Leben. All das nehmen wir gerne und bewusst in Kauf, da wir unseren zukünftigen Beruf aus Überzeugung ausführen wollen!

Und was erfahren wir aktuell? Wir dürfen das entscheidende Examen nicht schreiben, da es zu wenig Räumlichkeiten gäbe und der organisatorische Aufwand zu groß wäre?! (https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/111191/Hammerexamen-koennte-voruebergehend-wieder-eingefuehrt-werden)

Darüberhinaus befinden sich M2 derzeit in einem "besonderen" Wandel...

So viele Menschen verlieren gegenwärtig ihre gesamte Existenz, kaum einer hat genug Reserven für diese harte Zeit. Es ist furchtbar und auch uns Helfer wird bewusst ein Mangelzustand zugefügt?

Uns wird das Examen genommen, damit wir, nach aktueller Lage, ca. 3-4 Wochen vorher ins das PJ starten? Irgendwo in Deutschland verteilt? Weg von jenen Menschen, die uns Kraft geben und uns stärken?
Ohne jegliche Information?

Seit über 4 Monaten lernen wir täglich (!) für diese große Prüfung, die, wie jede andere, wichtig für unsere berufliche Tätigkeit ist. Warum werden die willigen und qualifizierten Helfer so beschnitten?
Drei Wochen vor dem regulärem Termin ist immer noch keine konkrete Aussage vorhanden, ob, was, wenn ja, wo und wann! Unfassbar!

Sollte M2 tatsächlich verschoben werden hieße dies, dass wir nebenher im PJ noch exzessiver und tiergehender lernen müssten, also ohnehin schon.
Dabei möchten wir uns ganz auf unsere Patienten konzentrieren!
Wir sollen also tagsüber Empathie zeigen, während immer im Hinterkopf sitzt, dass nach dem 10 Std. Tag noch gelernt werden muss? Und am Wochenende Nachtdienste schieben, da es teilweise immer noch 0€ Vergütung im PJ gibt?
Geschweige denn Zeit mit dem (Ehe)Partner, den Kindern oder den Freunden?

Können so gute Ärztinnen und Ärzte herangezogen werden? Nein!
Wir wollen nicht "mehr", wir wollen das geplante Examen schreiben, um endlich weg vom Schreitisch und ran an den Patienten zu können!

Solange die Verantwortlichen so mächtig in ihren Entscheidungen sind das Examen zu verschieben, solange können, nein, müssen sie und die Approbation allen scheinfreien erteilen oder mindestens M2 entfallen lassen.

Dadurch können wir bereits im PJ vollwertig und mit ganzer Hingabe praktizieren. Wir könnten die Situation deutlich besser entschärfen, könnten wir bereits selber agieren und handeln. Oder soll ein Assistenzarzt für 40 Patienten und 3 PJ´ler jedes neu angesetzte Movicol und jedes abgesetzte Pflaster absegnen?

Keiner der Beteiligten darf sich wundern, warum so viele Mitarbeiter des Gesundheitssystems abwandern.
Erst recht nach diesem Dilemma werden noch mehr zukünftige Ärztinnen und Ärzte Deutschland verlassen. Und für jene, die sich z.B. noch in der Vorklinik o. ä. befinden, ist dies ein großes Alarmsignal wie mit uns umgegangen wird.
Deutschland zu verlassen ist die einzig korrekte und logische Reaktion auf diese und weitere Aktionen!
Avatar #821638
am Dienstag, 24. März 2020 um 11:53

Wie lange müssen wir noch warten

Nun wird sogar darüber gesprochen den Abiturienten diesen Jahres die Prüfung zu erlassen, wann erfahren wir endlich wie es weiter geht?

Die einen wollen wissen wann und ob sie Prüfen müssen, andere wie ich, sitzen mangels Betreuung zuhause mit ihren Kindern ohne jede Möglichkeit adäquat weiter lernen zu können.

Am ende wollen wir doch alle nur Ärzte werden und helfen - also wann dürfen wir dies endlich? Und müssen wir dafür wirklich noch einmal beweisen, was wir schon mehrfach unter Beweis gestellt haben?

Lasst und nicht weiter im Dunklen und vor allem lasst uns Helfen!

Avatar #821901
am Dienstag, 24. März 2020 um 12:18

PJ-Jahrgang 2020 - fairer Umgang!

Wertschätzung junger Medizinstudierender sieht anders aus! Kurz vor dem 2. Staatsexamen, die Studierenden aus der Bahn zu kippen ist mehr als arg! Ich schreibe dies als Mutter einer betroffenen Medizinstudentin, und ich bin entsetzt, M2 nicht wie vorgesehen nach Ostern 2020 durchzuführen.
Ich beziehe mich aktuell auf den gestern vom Kabinett verabschiedeten „Entwurf eines Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“, Seite 24/25 (zu Nummer 7, zu Buchstabe b)
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/S/Entwurf_Gesetz_zum_Schutz_der_Bevoelkerung_bei_einer_epidemischen_Lage_von_nationaler_Tragweite.pdf

Die Medizinstudierenden bereiten sich seit Wochen intensiv vor und werden durch die Covid-19 bedingten Umstände im wichtigen letzten Studienabschnitt ihrer Medizinerausbildung in jedem Fall massive fachliche Abstriche hinnehmen müssen. Nach der nun avisierten kurzfristigen Absetzung werden diese Studierenden mehr oder weniger enttäuscht ob der fehlenden Wertschätzung, die man ihnen entgegenbringt, in ein in jeder Hinsicht sehr schwieriges PJ gehen. Sie werden zwar, sofern sie in den nächsten zwölf Monate nicht nur für Handlangerdienste wie Fiebermessen eingesetzt werden, sicher auch sehr viel Erfahrungen sammeln und reifen. Aber die Verantwortlichen dieser Entscheidung sollten auch einbeziehen, dass die zu erwartende physische Beanspruchung auch für junge Leute, eine enorme mentale wie auch gesundheitliche Belastung sein kann. Sie müssen sich neben einem voraussichtlich eher als irregulär zu bezeichnenden PJ, gezwungenermaßen erneut - diesmal auf ein doppeltes - Examen im Frühjahr 2021 vorbereiten, vielleicht auch noch neben einer laufenden Dissertation und eventuell zusätzlicher familiärer Belastungen. - Respekt sieht anders aus. Einmal ganz abgesehen davon, dass diejenigen, die diesen Weg lanciert haben (IMPP und MFT), sich in kleinster Weise mit der Studierendenvertretung, dem BVMD, um eine GEMEINSAME oder zumindest abgestimmte Lösung bemüht haben. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass 2020 solches Verfahren über die Köpfe junger Menschen hinweg möglich ist!

Keine Frage, die Corona-Pandemie erfordert von allen besondere Anstrengung und Flexibilität. Aber der Weg, M2 kurzfristig abzusetzen und stattdessen Hals über Kopf die Examenskandidaten von heut auf morgen irgendwo (als Hilfskräfte) einzusetzen, erscheint auch - organisatorisch - nicht durchdacht sondern ist nur voluntaristisch und wird so schnell kaum von Nutzen sein. Dafür sollte den Medizinstudierenden die Prüfung jetzt NICHT versagt werden. Alternativ könnte man in Deutschland wertschätzend und fair für diesen Prüfungsjahrgang ersatzlos auf M2 verzichten!

Da noch nicht alles 100%ig festgezurrt zu sein scheint, habe ich noch einen Funken Hoffnung auf Vernunft und Empathie der an diesem Prozess beteiligten Verantwortlichen ...
Avatar #821996
am Dienstag, 24. März 2020 um 16:45

Wann gibt es endlich Klarheit?

Mittlerweile wünscht man sich nur noch einen verbindlichen Beschluss wie es weitergeht.
Aber die Leute so lange ohne jegliche Transparenz über die Entscheidungsfindung im Dunkeln zu lassen, macht die Situation schwieriger, als sie ohnehin schon ist.
Avatar #822155
am Mittwoch, 25. März 2020 um 21:38

M2 erlassen!!!

Alles andere wäre nicht fair. Denkt auch an unsere Gesundheit!

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