StudierenForenKommentare NewsWarum hat die KBV keine Nullrunde für die Ärzte durchgesetzt?

Kommentare News

Kommentare News

Alle Kommentare zu Online-News

Avatar #93860
am Dienstag, 15. September 2020 um 19:37

Mehr als Enttäuschung kann KBV nicht

Kommentar zur Nachricht
Orientierungswert wird ab Januar um 1,25 Prozent angepasst – KBV enttäuscht
vom Dienstag, 15. September 2020
Die Einnahmeverluste, neue erniedrigte Vergütung, selbst beschaffte Schutzmaterialien, regelmäßig Vergütungserhöhung der MFA, Pandemieplan mit mehr Arbeitszeit und Aufwand, IT Träumereien- es wird Zeit sich zu wehren. Oder rechtzeitig in Rente und die nächste Generation wird das dann mit Life Balance im 20 Std.Modus regeln
Avatar #88767
am Dienstag, 15. September 2020 um 20:57

Warum hat die KBV keine Nullrunde für die Ärzte durchgesetzt?

Ob der Orientierungspunktwert um 1,25% steigt oder fällt, ist vernachlässigbar. Das ärztliche Honorar war für viele Fachgruppen schon vor der Orientierungswertanpassung Lichtjahre von einem angemessenen Honorar entfernt und nach der Anpassung sind es immer noch Lichtjahre.

Der Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses war für jedermann zu erwarten, der sich einmal mit Tarifverhandlungen befasst hat. Die eine Seite fordert x und die andere bietet y an. Typischerweise kommt ein Schlichter zu einem Ergebnis zwischen x und y. Von daher war die Entscheidung des Erweiteren Bewertungsausschusses vorhersagbar.

Einige Ärzte glauben, dass das Honorar der Ärzte derzeit ziemlich gut passt. Dazu zählt ganz sicher der Vorstand der KBV. Denn wenn der Vorstand der KBV der Auffassung gewesen wäre, dass das Honorar (rein fiktiv) um 35% zu niedrig wäre, dann hätte er doch eine Erhöhung um mindestens 60% gefordert. Hat der Vorstand der KBV aber nicht und daraus folgt, dass der Vorstand der KBV das derzeitige ärztliche Honorar für einigermaßen angemessen hält.

Dieser Auffassung teilen ganz viele andere Ärzte offensichtlich nicht und diese Ärzte gehören dem „ärztlichen Nachwuchs“ an. Für den Nachwuchs sind die vereinbarten Honorare so inakzeptabel, dass sie sich gegen eine Niederlassung entscheiden. Die Folge davon ist der Ärztemangel, der immer weiter zunimmt.

In diesem Sinne: Ärztemangel und Kompetenz des KBV-Vorstandes korrelieren perfekt miteinander.

Handlungsbedarf ergäbe sich erst dann, falls jemand wirklich den Ärztemangel beseitigen will. Bisher will das keiner, alles nur Lippenbekenntnisse bzw. Nebelkerzen.

Letzte Beiträge zu diesem Thema

Zusatzinfos