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am Mittwoch, 3. März 2021 um 17:35

Wer schützt die Alten vor der Stiko?

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STIKO prüft aktualisierte Empfehlung zu Astrazeneca-Vakzin
vom Montag, 1. März 2021
Die "dünne Datenlage" ist ein ehrenwertes Argument, allerdings dann hochproblematisch, wenn "Gefahr in Verzug" ist. Dann gilt es es doch wohl, eine Nutzen-Risiko-Bewertung ins Zentrum des Beurteilungsprozesses zu stellen: Welcher Nutzen steht welchem Risiko gegenüber, wenn über 65-jährige bei einer sturen und ausschließlichen Bewertung der Datentabellen nicht oder erst deutlich später geimpft werden können? Fakt ist doch eine Letalität bei den über 65-jährigen von 5% und darüber. Fakt ist doch wohl auch, dass der "worst case" im Falle von AZD1222 eine bei alten Menschen geringere Wirksamkeit wäre als bei den (jüngeren) Altersgruppen, für die hinreichend (überzeugend posditive) Daten vorliegen. Fakt ist schließlich auch, dass grundsätzlich eine Impfung gegen einen viralen Erreger nicht eine weitere, spätere Impfung mit einem anderen Impfstoff ausschließt. Ausgeschlossen werden kann doch wohl auf jeden Fall, dass bei dem eingesetzten Vektorimpfstoff für ältere Menschen ein Risiko für Leib und Leben besteht, das auch nur im Entferntesten in einer Größenordnung angesdiedeklt sein könnte wie eine SARS-CoV-2-Infektion.
Wenn die Stiko angesichts des fortbestehenden hohen Risikos für Leib und Leben gerade der älteren Generation und inzwischen allenthalben zugänglicher, überzeugend positiver Ergebnisse der Impfung in Großbritannien seit Wochen mit einer absurden Betonkopfmentalität ihr Votum bebrütet und der Vorsitzende diese Tragödie als "dumm gelaufen abtut", dann muss die Politik handeln, gerne Hand in Hand mit dem Ethikrat. Heute noch und nicht erst morgen!

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