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am Mittwoch, 21. April 2021 um 10:52

die ausgeblendete Möglichkeit

zit.("..Ziel des Entwurfs aus dem Hause des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ters Jens Spahn (CDU) ist es nun, die staatliche Schutzpflicht wahrzunehmen. Dafür ist eine Gratwanderung nötig:.....").
In der Tat : balanciern auf einem schmalen Grat - und schon zeigt sich eine gefährliche Kippung indem Angehörige von einer Strafandrohung ausgenommen werden sollen.
So respektabel es ist, Menschen in Not zu helfen - die Frage, ob eine Fremdhilfe zur Selbsttötung überhaupt notwendig ist, die ist völlig aus dem Blick geraten. Das Leben selbst Gesunder ist nur in einem begrenzten Bereich möglich, der zwar durch Willensstärke ausgeschöpft, jedoch nicht überschritten werden kann. Um wieviel schmaler ist dieser Bereich bei Menschen mit so schweren Erkrankungen, daß sie genau diesen Willen gar nicht mehr haben, sondern gerade den gegenteiligen. Wir kennen die Ermüdungsprozesse im Alter, die dazu führen können, daß Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme unter die lebensnotwendigen Grenzen sinken und das Eingreifen erfordern. Es steht in der freien Entscheidung eines Menschen, dieses Eingreifen auszuschließen.Die damit eingeleitete Phase des Erlöschens bleibt immer noch in Konkurrenz zu einem möglicherweise doch noch vorhandenen Lebenswunsch - eigentlich das Maximum an Entscheidungsfreiheit was überhaupt denkbar ist. Und zwar gänzlich ohne die janusköpfige Assistenz anderer Menschen.

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