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am Donnerstag, 5. August 2021 um 13:51

missverständliche Textpassage

Kommentar zum Print-Artikel
Phlebothrombose beider Fußsohlen nach AstraZeneca-Impfung
aus Deutsches Ärzteblatt 29-30/2021 vom Montag, 26. Juli 2021
Die Information über eine weitere "atypische Thrombose" ist wichtig. Zielführend sind die Anamnese und die Diagnostik (wie immer) . Hierzu findet sich im Begleittext eine irreführende Passage: .... nach bestätigender D-Dimer-Bestimmung (!!!) (1,3) .... ....rasch ansprechende Antikoagulation mit Eliquis (D-Dimer 0,6 nach 2 Wo)...... Diese Passage ist zumindest irreführend, weil der D-Dimer-TEst einen hohen NEGATIVEN prädiktiven Wert hat, also verwendet wird, um eine VTE AUSZUSCHLIESSEN! EIn positiver D-Dimer ist folgerichtig daher für die DIagnose einer Erst-VTE WERTLOS. In der Verlaufskontrolle spielt die duplexsonografische Kontrolle die Hauptrolle, NICHT ein absinkender D-Dimer, dessen VErlauf aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten durchaus auch NICHT absinken kann. Bei V.a. eine FOLGE-VTE, also zB nach 12 Mon nach durchgemachter Erst-VTE kann ein POSITIVER D-Dimer-Test das um den Faktor ca 2,5-fach ERHÖHTE Risiko des Pat anzeigen vs dem negativ getesteten mit einem Re-TVT Risiko um 3.2 %. Die Aussagekraft des D-Dimer-Testes besteht somit in erster Linie darin, bei minderer Vortestwahrscheinlichkeit für ein Erstereignis (z.B. Wells-Score) eine VTE AUSZUSCHLIESSEN. Zum Thema gibt es eine große Literaturbibliothek, empfehlenswert sind besonders die ACCP Guidelines, die S2-Leitlinie der DGA, die ASH- und ASCO-Guidelines.

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