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Avatar #970429
am Dienstag, 14. September 2021 um 17:43

Unnachvollziehbar

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Fake News in der Medizin: Relatives Risiko
aus Deutsches Ärzteblatt 35-36/2021 vom Montag, 6. September 2021
Die Kritik an der interpretation der Studiendaten kann ich leider absolut nicht nachvollziehen. Die Relativ geringe ARR liegt doch an dem kurzen Zeitraum der Studie und der rel. niedrigen Inzidenz begründen und hat nichts mit der Wirksamkeit des Impfstoff zu tun. Fakt ist, ein Proband in der Gruppe der Geimpften hatte ein um 95% reduziertes Risiko an Covid-19 zu erkranken, gegenüber einem Probanden in der Plazebogruppe.
Hätte man den Studienzeitraum einfach verlängert und wären in beiden Gruppen einfach mehr Probanden erkrankt (im selben Verhältnis) würde die ARR ansteigen, wärend die RRR ungefähr gleich bleibt. Der Impfstoff wäre aber der gleiche mit der gleichen Wirksamkeit. Welche Aussage hätte aber ein Wert (ARR) der nur von der Länge der Studie abhängt? Insbesondere da davon aus zu gehen ist, dass sich quasi 100% der Bevölkerung irgendwann mit Covid-19 infizieren werden?
Desweiteren wird hier (schon fast sträflich) versäumt explizit zu erwähnen, dass sich die 143 Impfungen zur Vermeidung von einem Fall natürlich ebenfalls nur auf den Ramen der Studie beziehen und keinesfalls auf die Anwendung des Impfstoffes in der breiten Masse übertragen lassen. Diese Zahl ergibt sich ja ebenfalls nur aus der insgesammt sehr geringen Anzahl an Erkankungen der Probanden im Studienzeitraum, nicht der mangelden Wirksamkeit des Impfstoff.
Solche Zahlenspielereien sind für mich ein gutes Beispiel für die im Hauptartikel angesprochene Problematik und Wasser auf die Mühlen der Wissenschafts-Leugner.
Mir wurde dieser Leserbrief explizit weitergeleitet als Beweis dass die Impfung nicht so wirksam sei wie überall behauptet und wenn es im Ärtzteblatt steht, dann ist die Aussage ja bestimmt Seriös.

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