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Avatar #106067
am Montag, 2. Mai 2022 um 20:58

GOÄalt vs. GOÄneu - Novelle nicht weiter verschleppen!

Kommentar zum Print-Artikel
Interview mit Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. med. Karl Lauterbach: Minister skeptisch bei neuer GOÄ
aus Deutsches Ärzteblatt 18/2022 vom Freitag, 6. Mai 2022
Es sei an der Zeit, die Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) anzugehen. Dies betonte aktuell Dr. med. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK).
https://t.co/vBobYXwNAY #GOAE #BAEK #BMG https://t.co/f3wCBiceWf

Die alte Gebührenordnung für Ärzte (GOÄalt) folgt einer Systematik vom 16.4.1987 (BGBl.I,S.1218). Der GOÄ-Punktwert ist in fast 40 Jahren (1983-2022) um ganze 10,4% gesteigert worden von 10 (1.1.1983), 11 (1.7.1988) auf 11,4 Pfennige (1.1.1996). Hauptverantwortlich: BÄK-Präsident und Vorstand.

Noch vor 10 Jahren behauptete die Bundesärztekammer (BÄK) wider besseren Wissens, sie drücke bei der Reform der privaten Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) jetzt doch aufs Tempo. Bis zum Sommerr2012 solle bereits ein Entwurf stehen, gab BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery am 11. 1. 2012 als ambitionierten Zeitplan vor. Seit 01.01.1969 gab es bis heute keinerlei Punktwerterhöhungen.

Am 10.02.2021 meldete das Deutsche Ärzteblatt:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121061/Bepreisung-der-neuen-GOAe-noch-vor-Beginn-der-kommenden-Legislaturperiode
"Eine Einigung über eine betriebswirtschaftlich kalkulierte Bepreisung für die neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ist zwischen Ärzteschaft und Versicherern noch in diesem Sommer [2021], also noch vor Beginn der kommenden Legislaturperiode, zu erwarten. Das erklärte der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Klaus Reinhardt, anlässlich eines Webinars des Verbandes Privater Krankenversicherer (PKV) und der Baden-Württembergischen Privatärztlichen Ver­rechnungsstellen zum Thema „Medizinische Versorgung als regionaler Standortfaktor in Baden-Württemberg“. Mehr als 5.000 Einzelpositionen umfassenden Leistungsbeschreibungen der GOÄ seien angeblich konsentiert worden.

Allein die BÄK hat zu verantworten, dass sämtliche ordnungs- und honorarpolitischen Orientierungswerte aufgegeben und ihre Ärztinnen und Ärzte seit Jahrzehnten im Stich gelassen wurden.

Mf+kG, Dr. med. Th. G. Schätzler, FAfAM DO
Avatar #615036
am Freitag, 6. Mai 2022 um 09:13
geändert am 06.05.2022 09:15:06

… vom BÄK-Vorstand verschleppt -\ (Neinzeichen als Ablehnung statt "buh")

«Verschleppen» meint Kollege Schätzler (danke!). Das heißt: Übel mit sich herumtragen und verbreiten – statt Kooperation als Heilkraft zur Genesung.
 
 
* * * Satzung der Bundersärztekammer * * *
§ 1
(1) Die Landesärztekammer Baden-Württemberg … bis … Ärztekammer Westfalen-Lippe bilden eine Arbeitsgemeinschaft.

(2) Die Arbeitsgemeinschaft führt die Bezeichnung „Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Ärztekammern)“. Sie hat ihren Sitz in Berlin.

§ 2
(1) Zweck der Arbeitsgemeinschaft ist der ständige Erfahrungsaustausch unter den Ärztekammern und die gegenseitige Abstimmung ihrer Ziele und Tätigkeiten.
(2) Zur Erreichung ihres Zweckes übernimmt es die Arbeitsgemeinschaft, das Zusammengehörigkeitsgefühl aller deutschen Ärzte und ihrer Organisationen zu pflegen, den Meinungs- und Erfahrungsaustausch zwischen den Ärztekammern zu vermitteln und diese zu beraten,


https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Geschaeftsstelle/Satzungen_Statuten/Bundesaerztekammer_Satzung_2021.pdf

* * * Deutscher Ärztetag fordert Handreichung für Kooperation * * *

Der BÄK-Vorstand als der Beauftragte der Ärztekammern in den Bundesländern ist bei der GOÄ-Novelle seit Jahrzehnten wenig erfolgreich bei seinem satzungsgemäßen Auftrag, Kooperation der Länder-ÄK zu stiften.

Damit sich das ändert, ist vom BÄK-Vorstand ein Tätigkeitsbericht bei der ordentlichen Hauptversammlung als Deutschen Ärztetag über das vergangene Jahr vorzulegen.

Zur Abwehr eines Problems der Trittbrettfahrer zweiten Grades in Institutionen (Laggard) ist vom BÄK-Vorstand bei der Hauptversammlung ein Sachstandbericht über die Beschlüsse des Ärztetages vor zwei und fünf Jahren abzugeben. Die Mitglieder stimmen über Zustimmung und Missbilligung ab; dabei muss sich jeder über das Problem der Trittbrettfahrer dritten Grades bewusst sein.

Der Deutsche Ärztetag beschließt:
An den Bundespräsident Steinmeier ist eine Petition nach Art 17 GG zu richten, beim Europarat zu bitten, einen Review über den wissenschaftlichen Stand von Kooperation zu erstellen. Der deutsche Bundespräsident soll die INGOs (Internationale Nichtregierungsorganisationen) ansprechen und um Unterstützung für diesen Demokratie-Booster bitten und damit nicht nur ständig von den Bürgern den Einsatz für Demokratie zu fordern, sondern als lebenslänglicher Berufspolitiker selbst etwas dafür zu tun.

Die Mitglieder der INGOs sind im Europarat antragsberechtigt.

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