StudierenForenKommentare PrintKulturell kompetentes Mitgefühl und Mut im deutschen Gesundheitswesen seit 40 Jahren

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Alle Kommentare zu Print-Artikeln

Avatar #615036
am Freitag, 24. Juni 2022 um 10:17

Aus Triage wird Quartage

Kommentar zum Print-Artikel
Pharmazeutische Dienstleistungen: In fremden Gewässern fischen
aus Deutsches Ärzteblatt 25/2022 vom Freitag, 24. Juni 2022
1. …
2. …
3. …
4. Wenden Sie sich doch an Apotheker, Barbier oder Chaos-Politik! (ABC der Quartage)

Das ABC der Quartage wird zur konsequenten WANZ-Anwendung von SGB V, § 12:
W (irtschaftlich), A (usreichend), N (otwendig ) und Z (weckmäßig)
Avatar #615036
am Sonntag, 26. Juni 2022 um 20:25

Work-Justice-Balance

Der Begriff Work-Justice-Balance steht für einen Zustand, in dem Arbeitseinsatz und Gerechtigkeit miteinander in Einklang stehen. Die Begriffsbildung Work-Justice-Balance stammt aus dem Englischen: Arbeit (work), Gerechtigkeit (justice), Gleichgewicht (balance).

In Intensivstationen herrscht zunehmenden Personalmangel, als Ursache wird eine Work-Justice-Balance festgestellt. Medizinische Wochenzeitschriften spotten dann: „Ich bin dann mal weg!“

Das Neinzeichen als Vorschlag für ein neues Satzzeichen markiert Ablehnung und warnt, dass bei fortgesetzter Verletzung von Interessen (hier Gerechtigkeit) ein Abbruch der Kooperation droht.

In Deutschland wird der soziale Frieden zunehmend durch eine Jelliotisierung in Gefahr gebracht. („Inflation. Wer zu wenig Geld hat, soll doch Überstunden machen!“ – mit Jelliot von ‚to yell‘ krakeelen und ‚yellow‘ ist gelb).

Das leibhaftige Gesundheitswesen zeigt, das „Reporting“ des Critical Incident Reporting System (CIRS, deutsch „Berichtssystem über kritische Vorkommnisse“) ist veraltet und wirkungslos. Fehlermanagement bedeutet: Politik und Verantwortliche müssen sich beizeiten der Probleme annehmen, d.h. «bottom-up ‘pull’ rather than top-down ‘push’», (Patrick Hudson: Culture ladder, „Hudson Ladder“) und gerechte Lösungen vorlegen.
Avatar #615036
am Dienstag, 28. Juni 2022 um 21:04

Fehlermanagement in Körperschaften: Impulse von außen sind wichtig

Krankenkassen teurer: 0,3% mehr Zusatzbeitrag / BÄK kriegt hohle Augen: Wucherpreis für eine Medikationsanalyse in Apotheken

Wie lassen sich Körperschaften dazu bewegen, stärker und nachhaltig von modernen Fehlerberichts- und Lernsystemen anstelle des veralteten CIRS, Critical Incident Reporting Systems Gebrauch zu machen? Was sind die Hürden zur Einführung oder Nutzung solch neuer Systeme wie der „Hudson Ladder?

CIRS war ja nur was für Arztpraxen; mit sowas wollten Körperschaften erst gar nicht anfangen. Damit das auch jedem recht schnell klar wurde, wurden kritische Eingaben etwa an rheinische Vertragsärztliche Vereinigungen erst gar nicht beantwortet: kein Client Relation Management (CRM) im Rheinland und sonstwo auch nicht – Null-CIRS in der Bürokratie.

Nicht nur für CIRS, sondern auch für so manche Strukturen in den Administration werden Abwrackprämien gefordert. Der Irrgarten der Überregulierung (maze of overregulation) zusammen mit fortschreitender Demographie und retardierter Siechen-Demokratie vernichten die Zukunft der jungen Generation.

Trittbrettfahrer zweiten Grades verbreiten die trügerische Illusion von Win-Win – das Anagramm ist C-DPS.
Avatar #615036
am Donnerstag, 30. Juni 2022 um 21:10
geändert am 30.06.2022 21:39:13

Kulturell kompetentes Mitgefühl und Mut im deutschen Gesundheitswesen seit 40 Jahren

Der Niedergang der Abendländischen Kultur schreitet durch das Problem der Trittbrettfahrer zweiter Ordnung voran. Lustig ‚trallarallala‘ gibt es Win-Win auf Teufel kommt raus – allem voran die Staatsspitze: „Och, Pech gehabt. Kann doch mal passieren (wenn‘s um die Beziehung zu Herrn P. aus M. geht), sagt ein Mann, der seit seinem Beginn der Berufstätigkeit nur Berufspolitiker war. Ähh, Strafe oder Buße, mit sowas fangen wir erst gar nicht an!“

Der Trittbrettfahrer zweiter Ordnung ist ein ganz netter Kerl, erspart sich aber Kosten, durch Widerworte unangenehm aufzufallen, es könnte ja was unangenehmes passieren. Trittbrettfahrer zweiter Ordnung sind Heuchler des Mitgefühls und Mutes – eben wie viele der typischen Berufspolitiker in der Abendländischen Kultur des Verfalls. Dem geb ich ein Neinzeichen als Ablehnung.
 
 
Der Freiberuflichkeit verpflichtet

Heft 1 vom 3. Januar 1980   DEUTSCHES ÄRZTEBLAT
https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=140938

Verband der niedergelassenen Ärzte:
Deutliche Appelle nach innen und nach außen

Saubere ärztliche Arbeit

„Saubere ärztliche Arbeit mit
verstärkter Zuwendung des Arztes
zum einzelnen Patienten müssen
den Bürgern unseres Landes die
Überlegenheit freiberuflicher
Tätigkeit über alle anderen
bestehenden oder denkbaren
Versorgungssysteme im Bereich
der ambulanten ärztlichen Versorgung
deutlich machen.“