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Aufstand Kassenärzte

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Nach den Klinikärzten gehen nun auch die Niedergelassenen auf die Straße: Kassenärzte protestieren gegen Honorarverluste, Arzneiregresse, Bürokratie und politische Gängelung.

Avatar #88425
am Montag, 3. März 2008 um 16:14

Einkommen "niedergelassener" Ärzte in der Schweiz

Einkommen "niedergelassener" Ärzte in der Schweiz

Dieses Wochenende kam in der NZZ ein Artikel über eine Studie der FMH zu den Einkommen "niedergelassener" Ärzte in der Schweiz:

http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/was_aerzte_verdienen_1.681704.html

Ich fasse das mal zusammen, aber ohne Gewähr.

Bei den genannten Zahlen handelt es sich _nicht_ um Praxis-Umsätze, sonden um die "AHV-pflichtigen Einkommen" (also die zu versteuernden Einkommen aus der Praxistätigkeit), von denen noch Beiträge für die Ärzte-Pensionskasse und die Einkommensteuer weggehen.
Wie hoch die Abzüge für die Einkommensteuer in der Schweiz sind, weiß ich nicht. Vielleicht kann Bergziege oder ein anderer Schweiz-Exilant etwas dazu sagen. (BTW: Wo ist eigentlich Contradoc geblieben?)

Es gibt in dem Artikel Tabellen mit Angaben zu den jährlichen Durchschnittseinkommen der Praxisinhaber aufgeteilt nach Fachgebieten, Altersgruppen und Kantonen.

Die Angaben beziehen sich auf das Jahr 2004 und auf die ca. 10 000 frei praktizierenden ("niedergelassenen") Ärzte unter 66 Jahren, die der Ärzte-AHV-Ausgleichskasse angeschlossen sind.

(Insgesamt gab es im Jahr 2004 in der Schweiz ca. 15 000 "niedergelassne" Ärzte.)

Ich kenne diese AHV-Ausgleichskasse zwar nicht, aber ich vermute, dass sie das Schweizer Pendant zum deutschen Ärzteversorgungswerk ist.


AHV-pflichtige Durchschnittseinkommen im Jahr 2004:

Spezialisten (Fachärzte):
zwischen 125 000 SFR (Kinderpsychiatern) und 390 000 SFR (Neurochirurgen)

Durchschnittseinbkommen der Spezialisten: 226 000 SFR

Durchschnittseinkommen der Allgemeinmediziner: 195 000 SFR

Durchschnittseinkommen aller frei praktizierenden Ärzte (Spezialisten plus Allgemeinmediziner): 216 000 SFR

Durchschnittseinkommen nach Kantonen: zwischen 157 000 SFR (Kanton Jura) und 270 000 SFR 280 000 SFR (Kanton Schwyz)

Durchschnittseinkommen nach Altergruppen: zwischen 77 000 SFR (31 bis 35-Jährige) und 237 000 SFR (56- bis 60-Jährige)

Und nun ein paar Vergleiche mit der Situation bei uns. Da gibt es offensichtlich eine ganze Reighe an Gemeinsamkeiten:

1. Einkommenseinbußen:

Wenn man die Inflationsrate berücksichtigt, hat es auch in der Schweizer Ärzteschaft im Laufe der letzten Jahre Einkommenseinbußen gegeben:

Zitat:
> Der Einkommensdurchschnittswert liegt schon seit Beginn der neunziger Jahre über 200 000 Franken; unter Berücksichtigung der Teuerung haben die Ärzte in den letzten Jahren allerdings real Einbussen hinnehmen müssen.<

2. Große Einkommensunterschiede zwischen den Fachgruppen. Die scheinen in der Schweiz sogar noch größer zu sein als bei uns.

3. Sehr große regionale Einkommensunterschiede:
Diese werden in auf unterschiedliche Ärztedichten zurückgeführt:

Zitat:

>Der Glarner Kantonsarzt [Anm.: Durchschnittseinkommen im Kanton Glarus: 269 000 SFR] Daniel Brunner betrachtet die verhältnismässig kleine Anzahl von rund 40 frei praktizierenden Ärzten als Faktor, welcher ein hohes Einkommen begünstigt: «Die Ärzte müssen hier mehr arbeiten als anderswo.» Notfälle werden grossmehrheitlich durch frei praktizierende Ärzte und nicht im Spital behandelt, und auch Fachärzte gibt es weniger als anderswo: «Weil die Spezialisten oft die einzigen in ihrer Sparte sind, erzielen sie ein hohes Einkommen», sagt Brunner.<


4. Geringere Attraktivität der Allgemeinmedizin auf dem Land wegen starker Arbeitsbelastung:

Zitat:
>Im Vergleich zu Psychiatern und Chirurgen (165 000 Franken) stehen Allgemeinpraktiker mit 195 000 Franken Einkommen brutto pro Jahr besser da.

Die Misere bei den Hausärzten sei nicht vorwiegend finanziell begründet, sagt Michael Bagattini vom Verband junger Hausärztinnen und -ärzte.

«Die fehlende Attraktivität des Berufs liegt an den Vorgaben, welche das Tätigkeitsfeld beschränken.»

Zudem sei die Arbeitsbelastung speziell auf dem Land hoch, so dass das Einkommen teilweise mit Arbeitswochen von 80 Stunden erzielt werde. Damit erklärt sich Bagattini auch den hohen Durchschnittswert der Allgemeinpraktiker.<

5. Im Vergleich zu den meisten Klink-Ärzten sind frei praktizierende Ärzte finanziell deutlich besser gestellt:

Zitat:

>Bei der freien Ärzteschaft [Anmerkung: Damit sind in der Schweiz alle niedergelassenen Ärzte gemeint.] wird auf hohem Niveau gejammert.

Ein Durchschnittseinkommen von 215 000 Franken [= Durchschnittseinkommen eines niedergelassenen Arztes in der Schweiz] erreichen in den Spitälern nämlich nur Mediziner in Leitungsfunktion, etwa Oberärzte in einem spezialisierten Fachgebiet.

Laut einer Erhebung des Spitaldachverbands H+ aus dem Jahr 2007 verdient ein Spitalarzt, der selbständig Patienten behandelt, Assistenzärzte betreut und eine Sprechstunde leitet, jährlich nur durchschnittlich 155 000 Franken.

Ein Assistenzarzt wird in seinem ersten Jahr im Spital im Durchschnitt mit 107 000 Franken Lohn entschädigt.<

-----------------

Und für die, die genannten Schweizer Einkommen noch mit unseren vergleichen wollen:

1 SFR entspricht heute 0,63 EUR

Die Kaufkraft eines Euro liegt in der Schweiz laut statistischzem Bundesamt bei 0,92 Eurocent, wobei mir das sogar etwas hoch erscheint.

Also: Pi mal Daumen kann man die genannten Zahlen etwa halbieren, wenn man die Schweizer Einkommen mit deutschen brutto-Einkommen vergleichen will.

Zum Vergleich die durchschnittlichen Einnahmen ("Praxis-Umsatz") und Reinerträge (brutto-Einkommen des Arztes aus seiner Tätigkeit in dieser Praxis) deutscher Einzelpraxen im Jahr 2003.

Das sind die Zahlen des Bundesamtes für Statistik, die ich hier im Forum vor einigem Wochen schon mal gepostet hatte:

____________________________________________________

Fach.........Einnahmen........ GKV-Anteil ..........Reinertrag

Rad...........673000 Euro.........62%...................209000Euro
Ortho........382000.................62%....................166000
Uro............313000..................69%....................141000
Chir...........350000..................64%....................137000
Internisten...287000................77%....................126000
Augen.........267000..................67%...................124000
HNO...........267000..................69%...................124000
Gyn............264000..................73%....................119000
Derma.........269000..................61%..................119000
Kinderärzte...241000................83%...................115000
Neur./Psych...208000................77%..................104000
Allg.Med........219000.................83%..................104000
_______________________________________________________

In den "Einnahmen" sind GKV-Honorare und PKV-Honorare enthalten.

"GKV-Anteil" bedeutet Anteil der GKV-Honorare am Gesamtumsatz der Praxis.

"Reinertrag" ist der Betrag, der nach Abzug sämtlicher Praxiskosten (Personal, Versicherungen, KV- und Kammer-Beiträge, Miete, Leasing, Zinsen, Abschreibungen, Fachliteratur, Fortbildung,......) übrig bleibt.

Wer genau wissen will, was zur Ermittlung des Reinertrags von den Praxiseinnahmen abgezogen wird, kann dort nachsehen:

"Kostenstruktur bei Arzt-, Zahnarzt- und Tierarztpraxen - Fachserie 2 Reihe 1.6.1 - 2003 &#65532;&#65532;&#65532;

Erfasste Praxen und Praxisinhaber/-innen, Einnahmen, Aufwendungen nach Aufwendungsarten, Reinertrag, tätige Personen und Personalaufwendungen je Praxis für das Berichtsjahr 2003

Artikel-Nr. 2020161039004"

http://preview.tinyurl.com/36cwp7



Avatar #87250
am Dienstag, 4. März 2008 um 08:41

auch für diese Statistik gilt:

Ich glaube nur die Statistik, die ich selbst gefälscht habe, auch wenn sie vom Statistischen Bundesamt kommt. 104000 Euro Reinertrag hätte ich mir in Deutschland gewünscht, lag aber weit darunter und das ist ja nun schon 4 Jahre her.
Da kann man sich dann ausrechnen, wie man die Statistik aus der Schweiz betrachten muss, wo die Zahlen unter den Arztgruppen noch weiter auseinderklaffen.

Auf alle Fälle vielen Dank an Dr. Schmitt für die Recherche nach klaren Zahlen. Mein Fazit wäre: Auch die Schweiz ist mit recht grossen Risiken bestückt.
Avatar #88425
am Dienstag, 4. März 2008 um 11:40

Details zu den schweizerischen Freiberuflern

Hallo Adonis,

falls Du es ganz genau wissen willst: Die komplette 68-seitige Studie kannst Du dort anfordern:

http://www.fmh.ch/ww/de/pub/fmh/aerzteeinkommen.htm

Eine 12-seitige Zusammenfassung aus der Schweizerischen Ärztezeitung gibt es hier:

http://www.saez.ch/pdf_d/2008/2008-06/2008-06-1281.PDF

In dieser Zusammenfassung (und auch in den Tabellen der NZZ) sind nur die Zahlen für die Ärzte unter 66 Jahren angegeben; in der Vollversion der Studie sind Daten _aller_ frei praktizierenden Ärzte enthalten.

Meine Meinung zur Validität der Zahlen dieser Studie:

Es war keine Stichprobenuntersuchung, sondern eine Vollerhebung, d. h. es sind die Einkommen _aller_ in der Schweiz freiberuflich tätigen Ärzte erfasst worden. Mehr kann man imho nicht machen.

Ich hab mal kurz die Zusammenfassung aus der SÄZ überflogen:

Zur langsfristigen Einkommensentwicklung von 1971/72 bis 2004 im Vergleich zur langfristigen Entwicklung der Teuerung steht dort:

>Die Einkommensentwicklung von 1971/72
bis 2004 zeigt ...... einen nominellen
Zuwachs des mittleren Ärzteeinkommens von
+66,7% und des zentralen Ärzteeinkommens
von +53,8%.

Wenn man jedoch die inzwischen
aufgelaufene Teuerung von +157,4% berücksichtigt,
ist real ein Einkommensverlust von
–35,2% bei den mittleren und von –40,2% bei
den zentralen Ärzteeinkommen der unter 66jährigen
Ärzte in freier Praxis festzustellen.<

Der Vergleich der langfristigen Einkommensentwicklung freiberuflich tätiger Ärzte in der Schweiz mit der Entwicklung des Einkommens von Arbeitern und Angestellten in der Schweiz fällt zu Ungunsten der Ärzte aus:


>Wenn man jedoch die Einkommensentwicklung
der freien Ärzteschaft unter 66 Jahren von
1971/72 bis 2004 auf die Entwicklung der Arbeiterlöhne
indiziert (d.h. die Entwicklung der
Ärzteeinkommen mit der Entwicklung der Arbeiterlöhne
nominell vergleicht), kommt man auf
einen relativen Verlust von –49,8 % bei den mittleren
und von –53,7% bei den zentralen Ärzteeinkommen
der unter 66jährigen Ärzte in freier
Praxis.
Beim Vergleich der Ärzteeinkommen mit den
Angestelltensalären ist ein relativer Verlust von
–48,9% bei den mittleren und von –53,7% bei
den zentralen Ärzteeinkommen der unter 66jährigen
Ärzte in freier Praxis festzustellen.<

Auch in der Schweiz gibt es - genau wie bei uns - eine sehr große Streuung der Einkommen freiberuflich tätiger Ärzte, und zwar nicht nur zwischen den einzelnen Fachgruppen, sondern auch innerhalb der einzelnen Fachgruppen, und die Häufigkeitsverteilung der Einkommen ist auch in der Schweiz - genau wie bei uns - linkslastig.

Zitat:

>Die Häufigkeitsverteilungen der Einkommen
zeigen dieselbe linksschwere Verteilung wie in
den früheren Untersuchungen:


Ein paar Zahlen zur Verteilung:

> Die Hälfte der
Ärzte in freier Praxis unter 66 Jahren zeigt 2004
ein AHV-pflichtiges Berufseinkommen
unter Fr. 176800.– .


Gemäss der
Studie der ZMT [Anm.: k. A. , was ZMT ist] entspricht dies einem Arbeit -
nehmereinkommen brutto von Fr. 150100.–


Die mittlere Hälfte der Ärzte (zweites und
drittes Viertel) in freier Praxis unter 66 Jahren
weist 2004 ein AHV-pflichtiges Berufseinkommen
zwischen Fr. 98400.– und Fr. 281500.–
auf.

Ein Viertel der Ärzte in freier Praxis unter
66 Jahren weist 2004 ein AHV-pflichtiges Berufseinkommen
von weniger als Fr. 98400.–
auf.

Ein Viertel der Ärzte in freier Praxis unter
66 Jahren weist 2004 ein AHV-pflichtiges Berufseinkommen
von mehr als Fr. 281500.–
auf.


Und auch dieses große Problem bei der Interpretation solcher Studien gibt es hier wie dort:

Zitat:

>Eine der grundsätzlichen Schwierigkeiten bei
der Beurteilung des Ärzteeinkommens ist die Tatsache,
dass man es nicht in Relation zur Quantität
und nur bedingt zur Qualität der geleisteten
Arbeit setzen kann.<

Zur destatis-Statistik will ich später noch ein paar Anmerkungen machen. Hab jetzt keine Zeit dazu.

Gruß, Christine
Avatar #88425
am Dienstag, 4. März 2008 um 19:44

Details zu den deutschen Praxen

Und weiter geht's:

Zitat=adonis:
>104000 Euro Reinertrag hätte ich mir in Deutschland gewünscht, lag aber weit darunter und das ist ja nun schon 4 Jahre her.<

Hallo Adonis,

das glaube ich Dir gern, denn sonst wärst Du vermutlich nicht ausgewandert. In meiner Tabelle mit den Zahlen des statistischen Bundesamts des sind ja nur Durchschnitte angegeben, und der Reinertrag _Deiner_ Praxis lag wohl deutlich unter dem Durchschnitt.

Die große Streuung der Höhe der Umsätze und Einkommen ist eben die Schattenseite des Freiberuflerdaseins.

Durch Deinen Umzug hast Du nun die Vor-und Nachteile der Freiberuflichkeit, die hierzulande als höchstes ärztliches Gut gilt, gegen die Vor- und Nachteile des Sklavendaseins an einem MVZ eingetauscht. *g*

Und nun zu den Daten des statistischen Bundesamts:

Wenn Du mehr als nur die Durchschnitte wissen willst, musst Du dort nachsehen:

http://preview.tinyurl.com/36cwp7

(https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.
cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&ID=1018854)

Das ist eine 84-seitige pdf-Datei mit sehr vielen Details, die Du dort kostenlos runterladen kannst.

Unter anderem sind dort die erfassten Einzelpraxen wenigstens noch in jeweils drei Gruppen unterteilt: die Hungerleider mit <125 000 Euro Einnahmen, ein großes Mittelfeld und die Spitzenverdiener mit >500 000 Euro Einnahmen.

Beispiel: Einnahmen allgemeinmedizinischer _Einzel_praxen im Jahr 2003:


<125000 Euro: 11% der erfassten Praxen
125 000 bis 500 000 Euro: 86 %
> 500 000 Euro Einnahmen: 3 %

Da darf man sich schon fragen, wie diese enorme Streuung zustande kommt. Wie gesagt, es sind Daten von _Einzel_praxen, und der Tag hat nun mal auch für den Fleißigsten nur 24 Stunden und die Woche nur sieben Tage.

Interessant finde ich dazu die relativen Anteile an GKV und PKV an den Einnhamen:

Beispiel allgemeinmedizinische Einzelpraxen:

Die Einnahmen der Praxen mit <125 000 Euro Einnahmen stammen zu 84 Prozent aus der GKV, 14 Prozent aus der PKV und 2 Prozent aus sonstiger ärztlicher Tätigkeit.

Die Einnahmen der Praxen mit 125 000 bis 500 000 Euro Einnahmen stammen zu 84 Prozent aus der GKV, 14 Prozent aus der PKV und 2 Prozent aus sonstiger ärztlicher Tätigkeit.

Die Einnahmen der Praxen mit > 500 000 Euro Einnahmen stammen zu 58 Prozent aus der GKV, 33 Prozent aus der PKV und 9 Prozent aus sonstiger ärztlicher Tätigkeit.

=> Der durchschnittliche PKV-Anteil liegt bei 15 Prozent, aber selbst die 11 Prozent der Praxen mit den niedrigsten Einnahmen haben einen PKV-Anteil von 14 Prozent. D. h., die relativ niedrigen Einnahmen dieser "Hungerleider-Praxen" lassen sich nicht mit einem unterdurchschnittlichen relativen Anteil an Privatpatienten erklären.

------------
Anderes Beispiel:

Vergleich zwischen allgemeinmedizinischen und internistischen Einzelpraxen:

Bei den Internisten ist der Anteil der "Hungerleider-Praxen" niedriger als bei den Allgemeinmedizinern und die Spitzengruppe deutlich größer:


Einnahmen ("Umsätze") internistischer _Einzel_praxen im Jahr 2003:

<125000 Euro: 5 Prozent der Praxen
125 000 bis 500 000 Euro: 84 Prozent der Praxen
> 500 000 Euro Einnahmen: 11 Prozent der Praxen


Durchschnittliche Anteile an den Einnahmen:

GKV: 70,3%; PKV:20,4%; sonstige: 2,3%

Die Einnahmen der Praxen mit <125 000 Euro Einnahmen stammen zu 80,4 Prozent aus der GKV, 15,9 Prozent aus der PKV und 3,7 Prozent aus sonstiger ärztlicher Tätigkeit.

Die Einnahmen der Praxen mit 125 000 bis 500 000 Euro Einnahmen stammen zu 77,9 % Prozent aus der GKV, 19,9 Prozent aus der PKV und 2,3 Prozent aus sonstiger ärztlicher Tätigkeit.

Die Einnahmen der Praxen mit > 500 000 Euro Einnahmen stammen zu 74,5 Prozent aus der GKV, 23,2 Prozent aus der PKV und 2,3 Prozent aus sonstiger ärztlicher Tätigkeit.

=> Bei den internistischen Einzelpraxen haben die 3 Prozent "Hungerleider-Praxen" zwar einen deutlich unterdurchschnittlichen PKV-Anteil und die Spitzengruppe einen deutlich überdurchschnittlichen, aber so
groß, wie man es vielleicht erwarten könnte, sind die Unterschiede imho nun auch wieder nicht.
-------------------
Die Zahlen, die ich hier genannt habe, beziehen sich ausschließlich auf _Einzel_praxen. Falls Du Dich für einen Vergleich von Einzelpraxen und Gemeinschaftspraxen bezüglich Einnahmen, Kostenstruktur und brutto-Einkommen der beteiligten Ärzte interessierst (wohl eher nicht, aber man kann ja nie wissen): Da wirst Du in dem o. g.Link auch fündig.

Schönen Abend und Grüße nach Schweden, Christine
Avatar #88425
am Dienstag, 4. März 2008 um 19:57

Hab da gerade noch einen Tippfehler in einer Zahl entdeckt:

Der durchschnittliche GKV-Anteil an den Einnahmen der internistischen Einzelpraxen beträgt nicht 70,3 %, sondern 77,3 %.

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