StudierenForenPriorisierungAnteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt

Priorisierung

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Die für das Gesundheitssystem zur Verfügung stehenden Finanzen sind begrenzt. Brauchen wir in Deutschland eine Priorisierung etwa nach skandinavischem Vorbild? Wie sinnvoll ist, medizinische Leistungen nach ihrer Vorrangigkeit zu klassifizieren und zu erbringen?

Avatar #90645
am Donnerstag, 21. Mai 2009 um 16:38
geändert am 21.05.2009 16:40:49
geändert am 21.05.2009 16:51:30

Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt

Zitat aus FAZ.net vom 20. Mai 2009

[...] In seiner Rede forderte er [= Prof. Hoppe] Politik und Gesellschaft auf, sich der „schmerzhaften“ Diskussion über eine Priorisierung zu stellen.

Dies bedeute, dass bei den knappen Mitteln

>>>(Deutschland gibt 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Gesundheit aus, in Skandinavien und Großbritannien sind es über 9 Prozent)<<<

eine Art Rangliste von Krankheiten, Diagnose- und Therapiemaßnahmen erstellt werden sollte, die im Rahmen des vorgegebenen Budgets der Krankenkassen noch finanziert werden können.[/zitat]

Quelle des Zitats:

http://www.faz.net/s/Rub7F74ED2FDF2B439794CC2D664921E7FF/Doc~E9141260719724117B5BA55E09F1855F3~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Ärztetag in Mainz
Wir Ärzte sind heute machtlos
Von Michael Feld
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In dem FAZ-Beitrag steht, Deutschland gebe 6,5 Prozent des BIP für Gesundheit aus und damit wesentlich weniger als Sikandinavien und Großbritannien.

Dort stehen aber ganz andere OECD-Zahlen:

http://www.gbe-bund.de/gbe10/abrechnung.prc_abr_test_logon?p_uid=gastg&p_aid=&p_knoten=FID&p_sprache=D&p_suchstring=10919::Bruttoinlandsprodukt

Demnach lagen die Gesundheitsausgaben in Deutschland in den letzten erfassten Jahren im Berich von 10-11 Prozent des BIP.

Nachtrag: Ich gehe davon aus, dass die Zahlen zum BIP nicht aus Herrn Hoppes Rede stammen, sondern vom Verfasser des Artikles eingefügt worden sind.
Avatar #90916
am Donnerstag, 21. Mai 2009 um 17:16

Daten

Demnach lagen die Gesundheitsausgaben in Deutschland in den letzten erfassten Jahren im Berich von 10-11 Prozent des BIP.
Wenn die Daten die Ideologie nicht unterstuetzen, dann muss man halt die Daten aendern. Ist doch einfach.
Avatar #95243
am Montag, 22. Juni 2009 um 12:38

BIP Anteil

Hoppes 6,5 % beziehen sich auf den Anteil der GKV am BIP.

Die zitierten 11 oder 12% sind die Gesundheitsausgaben insgesamt, einschließlich PKV, Zuzahlungen, etc

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