Akupunktur: Spekulative Lehrinhalte?

Akupunktur: Spekulative Lehrinhalte?

Der „Vater der westlichen Akupunktur“ ein Scharlatan? Der Franzose George Soulié de Morant hat vermutlich nie in China eine Nadel gestochen oder eine eine Nadelung gesehen. Von rationalen Lehrinhalten kann so keine Rede sein. Die Einführung der „Zusatzbezeichnung Akupunktur“ war voreilig. Sie zementierte spekulative Lehrinhalte, die vielfach dem Aberglauben näher sind als der Wissenschaft.

Avatar #103767
am Freitag, 30. Juli 2010 um 13:11
geändert am 30.07.2010 13:12:41
geändert am 30.07.2010 13:13:04

Akupunktur/ TCM

Wie mir seit langem als Hobbysinologen klar ist, gibt es keine wissenschaftliche Basis der TCM. In der Geschichte der TCM gab es nur wenige Spezialisten, die ähnlich wie im Westen über ein empirisches Wissen (Starstecher,Steinstecher, Feldscher)verfügten. Ähnlich wie in unserem Mittelalter ist die Theorie wenig bzw gar nicht praxisüberprüft (Obduktionen nicht erlaubt oder nicht üblich). Wir brauchen nicht die Medizin der Tangzeit (Akupunktur) oder gar noch älter in der heutigen Zeit. Die TCM ist kulturhistorisch interessant, aber heute nicht mehr praktisch verwertbar. Wer es noch nicht kennt, dem seien die hervorragenden Bücher von Prof Unschuld z.B. dtv verlag empfohlen, die eine gute Übersicht über die Medizingeschichte Chinas vermitteln.
Avatar #87250
am Freitag, 30. Juli 2010 um 17:56

Und was willst du uns damit sagen?

Oder ist dein Beitrag hier verrutscht?
In jedem Fall fehlt mir dein Schlusssatz.
Avatar #89475
am Samstag, 31. Juli 2010 um 10:31

wer heilt, hat Recht.

und ich kenne viele, denen mit Akupunktur geholfen wurde. Achja, für eine substanzübergreifende Theorie der Narkose (incl. Xenon,NMDA; etc.) steht auch noch ein Nobelpreis aus.
Avatar #88905
am Samstag, 31. Juli 2010 um 12:07

wer reproduzierbar heilt und das beweisen kann, hat recht.

dieses "individuelle ganzheitliche anamnesen und angepasste therapien erstellen" blabla-argument von seiten irgendwelcher esotheriker-quacksalber hält einfach nicht. ich finde es unbegreiflich wie jemand, der im medizinstudium gelernt haben sollte wissenschaftlich zu denken, sich diesem wildwuchs an "alternativmedizinischen" methoden erfreuen kann! ich kenn auch leute die auf die akupunktur schwören, und andere denen sie nichts gebracht hat. nur weil jemand dadurch subjektiv besserung erfährt heisst es noch lange nicht dass es auch kausal geholfen hat, und wenn andere mit denselben voraussetzungen keine besserung erfahren haben, sollte man skeptisch werden. da finden die esotheriker immer einen grund warum es gerade bei dem einen patienten nicht geholfen hat..
Avatar #89012
am Samstag, 31. Juli 2010 um 12:58

Skeptisch

"wenn andere mit denselben voraussetzungen keine besserung erfahren haben, sollte man skeptisch werden"
Nun gibt es ja auch im Bereich der Schulmedizin Umstände und Fälle, wo keine Besserung eintritt. Nehmen wir das Beispiel, wo der Druck unter einem allgemein wirksamen Mittel nicht abfällt.
Sollte ich da dem Mittel gegenüber generell "skeptisch werden" oder wie?

"individuelle ganzheitliche anamnesen und angepasste therapien erstellen"
Wieso ist das ein "blabla-Argument"? Sollte dies nicht allgemeiner Standart in der Therapie sein? Sonst könnte auch meine Reinigungsfrau therapieren (Moment, BZ über 9? Klare Sache, Sie haben Zucker, da gibt es bei mir immer Mittel X!)

"finden die esotheriker immer einen grund warum es gerade bei dem einen patienten nicht geholfen hat.".
Das hat mit Esotherik nichts zu tun, denn auch ich versuche bei einem fehlgeschlagenen Therapieversuch selbstverständlich zu ergründen, WARUM das so war.

Fazit: auch ich stehe esotherisch geprägten "Therapien" sehr skeptisch gegenüber, aber trotzdem ist das kein Grund für derartig argumentativen Wildwuchs!
G.

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