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Ärzteschaft

Pneumologen aktualisieren Leitlinie zur Diagnose und Therapie von Husten bei Erwachsenen

Donnerstag, 11. April 2019

Kzenon - stock.adobe.com

Berlin – Die Ursache für einen chronischen Husten liegen nicht immer in der Lunge oder in den Atemwegen. Sodbrennen oder Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum, aber auch einige Medikamente können den Hustenreiz auslösen. Darauf weist die Deutsche Gesell­schaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in einer aktualisierten Leitlinie zur Diagnose und Therapie von Husten bei Erwachsenen hin.

Die Leitlinie soll eine Hilfe für Lungenärzte sein, die die unklaren Fälle von chronischem Husten untersuchen. Die Autoren legen daher ein besonderes Augenmerk auf mögliche Ursachen, die mittels üblicher Diagnostik unentdeckt bleiben.

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Sie S2k-Leitlinie ersetzt eine S3-Vorgänger-Leitlinien aus den Jahren 2004 und 2010 für Pneumologen. Sie enthält 48 abgestimmte Empfehlungen und 16 Statements. Schwer­punkte der Leitlinie sind unter anderem die Physiologie des Hustens sowie Husten, der durch Affektionen im Bereich der oberen Atemwege oder durch gastroösophagealen Reflux getriggert wird.

Bei normalem, erkältungsbedingtem Husten empfiehlt der DGP-Experte Peter Kardos von der Lungenpraxis an der Klinik Maingau in Frankfurt am Main vor allem Geduld. „Husten ist ein nützlicher Abwehrmechanismus unseres Körpers, der alles hinausbefördert, was nicht in die Atemwege gehört. Ist die dem Erkältungsinfekt zugrunde liegende Infektion abgeklungen, verschwindet der Husten wieder“, erinnert er.

Hält der Husten jedoch acht Wochen oder länger an, sollte die Ursache in weiteren Unter­suchungen abgeklärt werden: „Mithilfe von Lungenfunktionstests und Röntgenaufnah­men können ernsthafte Erkrankungen wie ein Tumor oder eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) erkannt beziehungsweise ausgeschlossen werden“, so Kardos.

Manchmal liege die Ursache für den Husten auch in einem überempfindlichen Husten­reflex. Dann lösten auch schwache Reize bei den Betroffenen Husten aus. Dazu könne es kommen, wenn die oberen Atemwege gereizt würden, zum Beispiel durch eine Entzün­dung der Nase und der Nebenhöhlen. „Diese soll gemeinsam mit dem Hals-Nasen-Ohren­arzt festgestellt und behandelt werden“, so der DGP-Experte. © hil/aerzteblatt.de

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