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Stiftung Organtransplantation stellt Qualitätsberichte der Transplantations­zentren ins Netz

Dienstag, 30. April 2019

/dpa

Frankfurt am Main – Die Daten der externen vergleichenden Qualitätssicherung der Transplantationszentren in Deutschland sind jetzt veröffentlicht. Die Berichte sollen die Tätigkeits­berichte für das Jahr 2017 ergänzen, wie die Deutsche Stiftung Organtransplan­tation (DSO) heute mitteilte. Bundesweit sind rund 50 Kliniken dafür zugelassen, Spen­derorgane zu übertra­gen.

Anhand der Berichte können sich Patienten laut DSO darüber informieren, wel­che Ergeb­nisse die jeweiligen Transplantationszentren bei der Organübertragung erreicht haben.  Ergänzend zu den Berichten der einzelnen Transplantationszentren bietet die DSO auch bundesweite Zusammenfassungen für die jeweiligen Organe an. Diese sollten es zusätz­lich erleichtern, die Ergebnisse der einzelnen Kliniken zu vergleichen, schreibt die DSO.

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In den Qualitätsberichten liegt der Fokus der DSO zufolge auf der Darstellung des kurz- und mittelfristi­gen Erfolgs der durchgeführten Transplantationen anhand ausgewählter Qualitätsindikatoren. „Zu jedem Qualitätsindikator, zum Beispiel dem Ein-Jahres-Überle­ben, sind die Ergebnisse der betreffenden Kliniken in einer Übersicht dargestellt. Eine Grafik zeigt die Entwicklung der bundesweiten Gesamtergebnisse der vergangenen Jahre. Die Daten basieren auf den Untersuchungen der externen vergleichenden Qualitäts­siche­rung durch das IQTIQ-Institut“, erklärt das DSO.

Wie die Stiftung weiter mitteilte, erweitern die Qualitätsberichte die jährlichen Tätig­keits­berichte der Transplantationszentren, die bereits im August 2018 erschienen sind. In den Berichten ist der Umfang der transplantationsmedizinischen Aktivitäten dargestellt, also die Entwicklung der Zahl der Patienten auf den Wartelisten und der durchgeführten Organtransplantationen. „Zusammenfassend ergeben beide Berichte ein umfassendes und transparentes Bild der Transplantationsmedizin in Deutschland“, so die DSO.

Die Stiftung macht aber auch deutlich, dass „statistisch gesehen signifikante Unterschie­de nur schwer erkennbar“ seien. Grund sei, dass im Bereich der Transplantation „nur re­lativ kleine Zahlen“ verglichen werden könnten.

„Bei gleicher Qualität können unterschiedli­che Behandlungsergebnisse erzielt werden, wenn die Risikoprofile der transplantierten Patienten, zum Beispiel hinsichtlich Alter oder Schweregrad der Erkrankung, von Trans­plantationszentrum zu Transplantationszentrum stark variieren. Statistiken können daher nicht das persönliche Beratungsgespräch erset­zen“, teilte die DSO mit. © may/EB/aerzteblatt.de

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