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Ermittlungen wegen Todesfall in Radiologiepraxis

Dienstag, 14. Mai 2019

Köln – Nach dem Fund eines gefährlichen Erregers in einer Kölner Radiologiepraxis ermittelt die Staatsanwaltschaft. Man prüfe, ob der Tod eines Rentners auf eine Infektion mit dem Bakterium Pseudomonas aeruginosa zurückzuführen sei, sagte Oberstaats­anwalt Ulrich Bremer heute. Untersucht werde auch, ob 28 ebenfalls erkrankte Patienten der Praxis mit dem Erreger infiziert sind.

Pseudomonas aeruginosa ist ein in der Umwelt weit verbreiteter Krankheitserreger und zählt zu den häufigsten Krankenhauskeimen. Er kann unter anderem Lungenentzün­dungen sowie Harnwegs- und Wundinfektionen verursachen. Weil er verschiedene antibiotische Wirkstoffe unschädlich machen kann, sind Infektionen mit dem Erreger oft schwer behandelbar.

Das Gesundheitsamt sei unverzüglich nach Bekanntwerden des Falls eingeschaltet wor­den, sagte eine Sprecherin der Stadt Köln. Der ärztliche Geschäftsführer der betroffenen Radiologiepraxis verwies heute auf die laufenden Ermittlungen und äußerte sich nicht zu dem Fall. Zuvor hatte der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet.

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Oberstaatsanwalt Bremer sagte, der 84-Jährige habe sich Anfang des Jahres wegen Rückenproblemen in der Praxis behandeln lassen. Nachdem er eine Spritze erhalten hatte, sei es wiederholt zu Komplikationen gekommen. Nach einer Operation starb er Mitte April an Multiorganversagen. Die Ermittlungen zu dem Fall stünden noch am Anfang, so Bremer. © dpa/aerzteblatt.de

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