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Medizin

In Großbritannien steigt die Zahl der Herz-Kreis­lauf-Todesfälle erstmals wieder seit 50 Jahren

Mittwoch, 15. Mai 2019

EEG /pitb_1, stockadobecom
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London – In Großbritannien ist erstmals seit 50 Jahren die Zahl der Menschen, die vor ihrem 75. Geburtstag an Herz- und Kreislauferkrankungen sterben, wieder gestiegen. Die British Heart Foundation (BHF) macht dafür die Zunahme von Adipositas und Diabetes verantwortlich.

Im Jahr 2017 sind nach den Recherchen der Stiftung 42.384 Briten vor dem 75. Lebensjahr an Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestorben. Im Jahr 2014 waren es nur 41.042 gewesen. Auch die Zahl der Briten, die vor dem 65. Lebensjahr ein Herz-Kreislauf-Tod ereilt, ist von 17.982 auf 18.668 angestiegen.

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Dies entspricht einer Zunahme um 4 % in den letzten 5 Jahren gegenüber einem Rückgang von 19 % in den letzten 5 Jahren. Damit hat sich laut der BHF ein seit 50 Jahren anhaltender Trend umgekehrt. Seit den 1960er Jahren hatte sich die Zahl der Herz-Kreislauf-Todesfälle halbiert.

Verantwortlich für den Anstieg ist eine Zunahme von kardiovaskulären Risikofaktoren in der Bevölkerung. Laut der Stiftung haben mehr als 14 Millionen erwachsene Briten einen hohen Blutdruck. Darunter seien 5 Millionen nicht diagnostizierte Fälle, berichtet die BHF.

Rund 15 Millionen Briten, das ist jeder 4. Erwachsene, sind fettleibig. In den letzten 5 Jahren ist es nach den Zahlen der BHF in Großbritannien zu einem Anstieg der Neudiagnosen am Diabetes um 18 % gekommen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall gehören zu den häufigsten Komplikationen der Stoffwechselstörung.

Trotz der bekannten Ursachen sieht die BHF Forschungsbedarf. In den nächsten Jahren möchte die Stiftung 1 Milliarde Pfund in die Erforschung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen investieren.

© rme/aerzteblatt.de

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Avatar #722465
MR
am Donnerstag, 16. Mai 2019, 09:22

Na wahrscheinlich ist die robuste Kriegsgeneration nun durch

Ist doch logisch. Nach der Auslese im und nach dem Krieg ist dieser "Überlebensvorteil" nun nicht mehr vorhanden. Diese ausgelesene Kriegs-Generation wird halt älter, weil vorrangig die "Robusten" übrig blieben. Ggf hat es auch was mit dem Nahrungsentzug zu und nach Kriegszeiten zu tun.
Avatar #748578
Ferdinand Wolfbeißer
am Mittwoch, 15. Mai 2019, 19:23

Kein Stein bliebe auf dem anderen

Im letzten Absatz heißt es „… trotz der bekannten Ursachen die BHF Forschungsbedarf.“ Was nun? Sie die Ursachen bekannt? Wenn ja, dann ist es dreist, Forschungsbedarf bekannt zu geben.
Die Wirklichkeit sieht anders aus. Die Ursache der Arteriosklerose ist längst bekannt, nur sie wird ignoriert, aus dem einfachen Grund, weil bei ihrer Berücksichtigung in der medizinischen Praxis kein Stein auf dem anderen bleiben würde. Es wäre das Ende der Cholesterin senkenden Medikamente. Hier die Anklage eines Arztes gegen die Amtsmedizin: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/semmelweis-effekt-in-der-medizin-910405.html
LNS

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