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Ärzteschaft

Leitlinie zur Langzeitanwendung von Opioiden aktualisiert

Donnerstag, 5. Dezember 2019

/steheap, stock.adobe.com

Berlin – Experten aus 22 Fachgesellschaften haben unter Leitung der Deutschen Schmerz­­gesellschaft die S3-Leitlinie „Langzeitanwendung von Opioiden bei nicht tumor­bedingten Schmerzen“ überarbeitet.

Interessierte können die jetzt veröffentlichte Konsul­tationsfassung bis zum 12. Januar kommentieren. Die Kommentare und die Antworten der Leitliniengruppe werden im Me­thodenreport der Leitlinie veröffentlicht.

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„Die neue Leitlinie soll helfen, den möglichen Nutzen und die Risiken der Langzeitan­wen­­dung opioidhaltiger Medikamente bei chronischen nicht tumorbedingten Schmerzen wie chronischen Rücken- oder Nervenschmerzen nach aktuellem Wissensstand zu be­wer­ten“, teilte die Deutsche Schmerzgesellschaft mit.

Sie unterscheidet dazu zwischen einer zeitlich befristeten Anwendung bis zu drei Mona­ten und einer Langzeitanwendung, die länger als drei Monate währt.

Die Autoren gehen in der Aktualisierung der Leitlinie auch auf die Frage ein, ob es in Deutschland eine „Opioidepidemie“ gibt, wie sie aus den USA berichtet wird. Sie kommen zu dem Schluss, dass „in Deutschland keine Opioidepidemie vergleichbar den USA vor­liegt“, heißt es in der Leitlinie.

Die Leitlinie wurde erstmals 2009 veröffentlicht und jetzt zum zweiten Mal aktualisiert. Bis zur abschließenden Fertigstellung der zweiten, aktualisierten Version bleibt laut der Deutschen Schmerzgesellschaft die aktuelle Version der Leitlinie gültig. © hil/aerzteblatt.de

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