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Ärzteschaft

Weiterbildung: Neue Koordinierungsstelle für Fachärzte in Bayern

Freitag, 20. Dezember 2019

/Africa Studio, stockadobecom

München – Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und die Bayerische Landes­ärztekammer (BLÄK) richten gemeinsam eine Koordinierungsstelle für die Weiterbildung in der fachärztlichen Medizin (KoStF) ein. Darauf haben KVB und BLÄK heute hingewie­sen.

Die Koordinierungsstelle soll zum 1. Januar 2020 ihren Betrieb aufnehmen. Sie soll sich der Aufgabe widmen, die ambulante fachärztliche Weiterbildung zu stärken und Weiter­bil­dungsverbünde für Fachärzte in Bayern zu etablieren. Neben strukturellen Verbesse­rungen des Weiterbildungsablaufs durch die Gründung fachärztlicher Verbünde werde sich die neue Stelle auch der Weiterbildungsqualität annehmen.

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BLÄK und KVB erklärten, dass jeder angehende Facharzr vor der Herausforderung stehe, sich die erforderlichen Weiterbildungsabschnitte in Kliniken und Praxen in Eigenregie zu organisieren. Dabei könne künftig die Koordinierungsstelle ein wichtiger Ansprechpartner sein. Die entstehenden Weiterbildungsverbünde sollten die verschiedenen Abschnitte der fachmedizinischen Weiterbildung aus einer Hand anbieten.

In regionalen Weiterbildungsverbünden schließen sich Kliniken und niedergelassene Fachärzte sowie andere zur Weiterbildung befugte Fachärzte zusammen. Dadurch können Ärzte ihre komplette Weiterbildung in einer Region mit garantierter Rotation durch alle erforderlichen und gewünschten Abschnitte absolvieren.

Des Weiteren wird angestrebt, Weiterbilder und Ärzte in Weiterbildung bei der Beantra­gung von Weiterbildungsbefugnissen zu beraten und zu unterstützen. Kooperationen mit Lehrstühlen und Lehrbereichen für Fachmedizin an bayerischen Universitäten und die Einbindung weiterer Institutionen zur Fortentwicklung der Weiterbildung sind geplant.

„Mit der neuen Koordinierungsstelle wollen wir das, was mit der Koordinierungsstelle in der Allgemeinmedizin schon seit längerem gut läuft, auch auf den fachärztlichen Bereich übertragen“, sagten die KVB-Vorstände Wolfgang Krombholz, Pedro Schmelz und Claudia Ritter-Rupp.

Es gehe insbesondere geht es darum, junge Ärzte zu unterstützen und so in Zeiten eines zunehmenden Bedarfs an Ärzten in allen Bereichen den für die Praxen dringend benötig­ten Nachwuchs zu gewinnen. Dies gelte unter anderem auch für die psychosomatische Medizin.

„Auch weitere Fachgebiete – außer der Allgemeinmedizin – leiden unter Nachwuchssor­gen", sagte Gerald Quitterer, Präsident der BLÄK. Daher habe man gemeinsam beschloss­en haben, eine Koordinierungsstelle für die fachärztliche Weiterbildung (KoStF). „Die KoStA steht bereits im Austausch mit Kinder- und Jugendmedizinern und konnte beratend und unterstützend die Gründung des ersten kinderärztlichen Weiterbildungsverbundes des PaedNetz Mittelfranken begleiten“, so Quitterer. © may/EB/aerzteblatt.de

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