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Ärzteschaft

Medizinstudierende loben Leistungen der Fakultäten

Donnerstag, 8. Oktober 2020

/wladimir1804, stock.adobe.com

Berlin – Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) hat die Bemühungen der medizinischen Fakultäten im vergangenen Coronasemester gelobt.

„Zu Beginn der Kontaktbeschränkungen konnte innerhalb kürzester Zeit eine Umstellung auf digitale Lehrmethoden beobachtet werden, wie es vor einem Jahr noch kaum vorstell­bar gewesen wäre“, heißt es in einer heute erschienenen Stellungnahme der bvmd.

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Die Beteiligten hätten dabei an vielen Stellen Großartiges geleistet – Lehrende hätten sich mit neuen Unterrichtsformaten vertraut gemacht, in den universi­tären Gremien seien flexible Lösungen gefunden worden. Auch sei versucht worden, den Studie­renden ein „voll­wertiges Semester unter den besonderen Umständen zu bieten“.

An einigen Stellen habe „dies jedoch besser funktioniert als an anderen“, so die Studie­ren­denvertretung. „Das volle Potenzial der Digitalisierung wurde dabei bei weitem noch nicht ausge­schöpft“, stellt die bvmd klar. Positiv hervorzuheben sei aber unter anderem die Übung von ärztlicher Kommunikation im Rahmen von Videosprechstunden.

„Dies bereitet die Studierenden auf zukünftige telemedizinische Konsultationen vor, die seit der Lockerung des Fernbehandlungsverbotes auch in der Praxis immer häufiger werden“, so die bvmd.

Einzelne Fakultäten hätten zudem sogenannte Serious-Gaming-Formate in die Lehre integriert und weiterentwickelt. Die bvmd begrüßt diese Ansätze und regt an, einzelne lokale Leuchtturmprojekte auszuweiten und flächendeckend zu etablieren.

„Was die Studierenden jetzt brauchen ist eine Rückkehr zu den Patienten, nicht in den Hörsaal. Wo immer vertretbar muss praktische Lehre in Präsenz stattfinden“, ergänzte Mareike Lüdtke, Bundeskoordinatorin für medizinische Ausbildung der bvmd.

Wichtig sei zudem eine qualitativ hochwertige Evaluation der Lehre. „Evaluation darf kein Selbstzweck sein, sondern muss konkrete Veränderungen zur Folge haben”, sagte Daniel Bechler, ebenfalls Bundeskoordinator für medizinische Ausbildung der bvmd. Dafür sei ein offener Austausch der Lehrenden mit den Studierenden unabdingbar, betonte er.

Die bvmd fordert außerdem, dass die Fakultäten sich frühzeitig darum kümmern, wie die kommenden Prüfungen und Staatsexamina ablaufen sollen und dies offen kommuni­zieren. © hil/aerzteblatt.de

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