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Politik

Millionenförderung für virtuelles Krankenhaus NRW

Donnerstag, 26. November 2020

/everythingpossible, stock.adobe.com

Düsseldorf – Das „Virtuelle Krankenhaus“ genannte Telemedizin-Netzwerk in Nordrhein-Westfalen (NRW) erhält für die kommenden drei Jahre eine Förderung von insgesamt zwölf Millionen Euro. Das teilte das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Bundeslandes mit.

„Mit der Finanzierung der Trägergesellschaft setzen wir bei der Schaffung des „Virtuellen Krankenhauses“ eine neue Wegmarke. Nun gilt es, die geplanten telemedizinischen Dienstleistungen aufzubauen und schrittweise weiterzuentwickeln”, sagte der Landes­gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Das neue Netzwerk verbessere auch die Digitalisierung das Gesundheitswesen insgesamt, betonte er.

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„Hohe fachärztliche Expertise, die nur an spezialisierten Kliniken oder medizinischen Spitzenzentren vorgehalten werden kann, wird digital zum Wohl der Patienten im gesamten Land verfügbar gemacht. Das Land schafft durch das ‚Virtuelle Krankenhaus‘ zukunftsfähige digitale Versorgungsstrukturen durch die Telekommunikation und die dazugehörige elektronische Ausstattung behandlungsrelevanter Patientendaten”, sagte Regierungspräsident Hans Josef Vogel bei der Übergabe des Förderbescheides.

Bereits seit März dieses Jahres arbeitet das Virtuelle Krankenhaus auf einer Vorstufe: Mithilfe von Telekonsilen werden die infektiologische und intensivmedizinische Expertise der Universitätskliniken Aachen und Münster bei Bedarf allen Krankenhäusern in NRW für die Behandlung von schwer an COVID-19 Erkrankten zur Verfügung gestellt.

Nun sollen schrittweise weitere Krankheitsbilder beziehungsweise Versorgungsbereiche hinzukommen. Geplant sind zunächst die Intensivmedizin, die Infektiologie, die Herzin­suf­fizienz, seltene Erkrankungen und Lebermetastasen bei kolorektalem Karzinom. Die im Gründungsausschuss beteiligten Universitätskliniken werden diese Indikationen mit geeig­neten Pilotanwendern in Betrieb nehmen. © hil/aerzteblatt.de

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