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Medizin

Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie von Eisenmangel

Freitag, 22. Januar 2021

3-D-Darstellung einer Eisenmangelanämie/ Kateryna_Kon, stock.adobe.com

Heidelberg – Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg haben mit einem internationalen Expertenteam aktuelle, evidenzbasierte Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie von Eisenmangel zusammengestellt. Sie sind in der Zeitschrift The Lancet erschienen (2020; DOI: 10.1016/S0140-6736(20)32594-0).

Eisenmangel ist bekanntlich eine Hauptursache von Anämie. Schwerwiegende gesundheitliche Langzeit­schäden wie Herzerkrankungen oder Entwicklungsstörungen bei Kindern können die Folge sein. Die Ur­sachen für niedrige Eisenspiegel sind sehr unterschiedlich: Verminderte Eisenaufnahme aus der Nahrung, erhöhter Eisenverbrauch während einer Schwangerschaft oder bei Kindern und Jugendlichen, sowie Blut­verlust im Verdauungstrakt gehören dazu.

Eisenmangel kann auch als eine Begleiterkrankung von chronischen Krankheiten auftreten, zum Beispiel bei Autoimmunerkrankungen, Krebs oder chronischen Infektionen. Nach Angaben der Deutschen Gesell­schaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) leiden in Europa zwischen 5 und 10 % der Bevölkerung an einem Eisenmangel.

„Wir präsentieren in unserer Veröffentlichung Empfehlungen zu State-Of-The-Art-Diagnostik und -Behandlung des Eisenmangels sowie seiner Ursachen“, erläutert Martina Muckenthaler, Leiterin der Sektion Molekulare Medizin, Klinik für Pädiatrische Onkologie, Hämatologie und Immunologie am Universitäts­klinikum Heidelberg.

Die Autoren empfehlen zum Beispiel, dass Männer und Frauen nach der Menopause zur Abklärung eines Eisenmangels einen Gastroenterologen aufsuchen sollten. Dabei sollte auch eine Unverträglichkeit des Dünndarms gegenüber Gluten, abgeklärt werden, also eine Zöliakie.

Muckenthaler leitet gemeinsam mit Andreas Kulozik, Ärztlicher Direktor der Klinik für Pädiatrische Onkologie, Hämatologie und Immunologie des Universitätsklinikums Heidelbergs, ein deutschlandweites Register für seltene angeborene Anämien. Dieses Register wird durch die Dietmar Hopp Stiftung finanziert. Die Heidelberger Anämieexperten beraten im Rahmen dieses Registers auch Ärzten anderer Klinken sowie Niedergelassene. © hil/aerzteblatt.de

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