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Ärzteschaft

Knapp 5.000 COVID-19-Fälle auf Intensivstationen bundesweit

Dienstag, 20. April 2021

/picture alliance, Kay Nietfeld

Berlin – Die Zahl der Schwerkranken mit COVID-19 auf deutschen Intensivstationen nähert sich der Marke von 5.000. In den Kliniken bundesweit werden nun 4.966 solche Fälle behandelt, das sind 34 mehr als am Vortag, wie aus dem Tagesreport des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit Daten des DIVI-Intensivregisters von heute hervorgeht. So hoch war die Auslastung zuletzt Mitte Januar.

Einer der wissenschaftlichen Leiter des Intensivregisters, Christian Karagiannidis, zeigte sich in einer Videoschalte des Science Media Centers (SMC) sehr beunruhigt durch die „enorme Belastung“ für Ärzte und Pflegekräfte. Nur ein Drittel der Intensivstationen könne noch „einfach so“ Patienten aufnehmen. Hunderten Kliniken mangele es an Personal, viele führten nur noch einge­schränkt planbare Operationen durch.

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Je nach Region unterscheidet sich die Lage. Karagiannidis sagte, in Nordrhein-Westfalen seien von ges­tern auf heute 20 COVID-19-Intensivpatienten hinzugekommen, in Köln komme die Mehrheit der Patien­ten derzeit aus der Gruppe der Berufstätigen.

Wenig belastet sei hingegen Schleswig-Holstein. Daneben gebe es Bundesländer, in denen die Intensiv­auslastung nicht ganz so stark steige, zum Beispiel in Berlin. „Das heißt, wir haben eine gewisse Verhal­tensänderung auch der Bevölkerung.“ Menschen hätten offenbar die Warnungen aus der Medizin ernst genommen. Durch Ostern habe es eine Abbremsung gegeben.

Auswertungen zur Situation von deutschen COVID-19-Genesenen nach sechs Monaten zeigten ein „substanzielles Problem“ auch bei Überlebenden, betonte Karagiannidis.

In den Monaten nach der Entlassung müsse ein Teil von ihnen doch wieder ins Krankenhaus aufge­nomm­en werden, einige stürben auch erst einige Zeit nach der Entlassung. Gesellschaftlich solle man deshalb auf das Vermeiden von Infektionen achten, um die Langzeitfolgen zu verhindern. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #850553
wichi
am Donnerstag, 22. April 2021, 09:06

Eine Entwicklung die schon im Januar zu erkennen war

Diese Entwicklung war anhand der steigenden Fallsterblichkeit seit Mitte November schon im Januar zu erkennen.
Darüber habe die Minsterpräsidenten am 30.01.2021 informiert, in der Hoffnung, das wenigstens einer geeignete vorbeugende Maßnahmen ergreift.
Ein Kopie der Mail ist hier zu lesen
https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Covid-19-und-die-Angst-vorm-Sensenmann/Hier-wird-es-ab-Maerz-eine-hoehere-Uebersterblichkeit-geben-als-2020/posting-38287785/show/

In Januar war auch schon an der Entwicklung in Irland zu sehen, das eine Empfehlung zur Vitamin-D Supplementation an die Bevölkerung die Fallsterblichkeit deutlich senkt, wodurch Klinken entlastet werden.
Dazu diese Grafik von OurWorldInData.org
https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSelection=true&time=2020-06-25..latest&pickerSort=desc&pickerMetric=new_deaths_per_million&Metric=Case+fatality+rate&Interval=7-day+rolling+average&Relative+to+Population=true&Align+outbreaks=false&country=DEU~IRL~FIN~NOR

Inzwischen hat Deutschand die dritthöchste Fallserblichkeit der westeuropäischen Länder erreicht, nur Italen und Frankreich haben noch höhere Werte. Irland war bis zum November 1,5% schlechter als Deutschland, ist jetzt aber bei gleicher Impfqote 0,5% besser, so das die Empfehlung eine Senkung der Fallsterblichkeit um 2% bewirkt hat.
Die Irische Regierung hat inzwischen ihre Empfehlung bekräftigt,
da Sie der Meinung ist, das noch nicht genügend Bürger dieser folgen.
https://www.breakingnews.ie/ireland/covid-19-report-recommends-every-adult-in-ireland-supplement-vitamin-d-1107922.html

Da auch die Ansteckungsgefahr durch eine Vitamin-D Supplementation sinkt, wäre die 3te Welle nicht mehr so groß geworden.
So wird es wohl bis zum 20 Mai so weitergehen, das war zummindest
letztes Jahr der Tag mit dem niedrigsten Vitamin-D Spiegel, da 14 Tage danach die höhste Fallsterblichkeit in der 1ten Welle aufgetreten ist.
Ch.Wiechering
Kiel

Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Donnerstag, 22. April 2021, 08:37

Streit um des Kaisers Bart

Ja, es stimmt, dass die offizielle Zahl der Intensivbetten schon mal höher war, 2017 waren es knapp über 28 000 ITS-Betten:
https://reimbursement.institute/statistiken/anzahl-intensivbetten-in-deutschland/

Gleichzeitig ist es ein Fehlschluss zu behaupten, seitdem wären massiv Betten abgebaut worden. Die Erklärung heißt PpUG-V und gilt seit dem 05.10.2018:
https://de.wikipedia.org/wiki/Pflegepersonal-Stärkungsgesetz

Vor der PpUG-V bedeuteten viele ITS-Betten die Möglichkeit, viele Patienten elektiv operieren zu können. Seitdem bedeuten überbelegte ITS-Betten Strafzahlungen durch die Krankenhäuser. Das bedeutet, es gibt genauso viele Betten und Beatmungsgeräte wie vorher, es wurde einfach per Federstrich die ITS-Kapazität der vorhandenen Personalkapazität angepasst. Vielleicht wurde vereinzelt auch eine ITS geschlossen, der Großteil der Schwankungen ist aber die Folge eines bürokratischen Akts. Der Flaschenhals ist nicht die Menge der Betten oder der Beatmungsgeräte, sondern die Menge an Fachkräften.

Anfangs kann durch Herunterfahren der elektiven Eingriffe Platz für Covid-Patienten geschaffen werden, wenn aber der Anteil der Covid-Patienten auf >50% der nominalen ITS-Betten steigt, sind die Kompensationsmöglichkeiten vor Ort erschöpft. Dann helfen nur noch Verlegung, Triage oder Einsatz von Hilfskräften und damit Absenkung der Behandlungsqualität.
Avatar #13
blatt
am Mittwoch, 21. April 2021, 17:19

intensivregister.de

26.737 Betten plus mehr als 10.000 Reserve April 2021
Avatar #877205
Wasweißichdennschon
am Mittwoch, 21. April 2021, 17:08

Intensivbetten

Die letzten 3 Jahre sind von 2018 an bis heute. Siehe reimbursement institute.
Avatar #877205
Wasweißichdennschon
am Mittwoch, 21. April 2021, 17:06

Intensivbetten

Und welches Jahr haben wir jetzt?
Avatar #13
blatt
am Mittwoch, 21. April 2021, 16:28

Falsch die Bettenzahl stieg an

Die Zahl der Intensivbetten in Krankenhäusern hierzulande wurde in den vergangenen Jahrzehnten ausgebaut: Sie stieg um 36 % von 20 200 im Jahr 1991 auf 27 500 im Jahr 2018, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.
Avatar #877205
Wasweißichdennschon
am Mittwoch, 21. April 2021, 16:23

Intensivbetten

Nachzulesen bei www.reimbursement/institute.de
Avatar #877205
Wasweißichdennschon
am Mittwoch, 21. April 2021, 16:15

Überlastung der Intensivstationen

Wussten Sie, daß in den letzten 3 Jahren ca. 5000 Intensivbetten in Deutschland abgebaut wurden? Und das bei jährlich steigenden Bevölkerungszahlen.
Und wieviele Kliniken würden alleine dieses Jahr schon wieder geschlossen? Waren es drei oder dreißig?
Avatar #853023
L239486522
am Dienstag, 20. April 2021, 23:38

“Bleiben Sie zu Hause”

Fyi.
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