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Ausland

EU-Länder einigen sich auf technische Richtlinien für Impfzertifikat

Donnerstag, 22. April 2021

/picture alliance, Flashpic, Jens Krick

Brüssel – Vertreter von EU-Ländern haben sich auf technische Rahmenbedingungen für die Einführung des digitalen Impfpasses geeinigt. „Dies ist ein wichtiger Schritt, damit das digitale Grüne Zertifikat bis zum Sommer für die Bürger Realität wird“, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides heute.

Im Juni soll das Zertifikat einsatzbereit sein, und Reisen im Sommer deutlich erleichtern. Die Zertifikate sollen – anders als es der Name vermuten lässt – auch in Papierform erhältlich sein.

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Die Leitlinien beträfen etwa entscheidende Elemente des Zertifikats wie einen QR-Code über den Daten zu Impfungen, Coronatests und überstandenen COVID-Infektionen abgerufen werden können. Die Codes sollen sicherstellen, dass alle Zertifikate gelesen werden können.

Zudem beschreiben die Richtlinien auch Sicherheitsmechanismen, die Fälschungen verhindern sollen. So könne die Echtheit der Zertifikate EU-weit überprüft werden. „Parallel dazu werden die Mitgliedsstaaten ermutigt, die benötigten technischen Lösungen auf nationaler Ebene einzuführen“, heißt es in der Presse­mitteilung der EU-Kommission.

EU-Handelskommissar Thierry Breton teilte mit, vonseiten der Kommission sei man ab dem 1. Juni bereit, die EU-Länder mit dem Zertifikat zu verknüpfen. Nächste Woche soll im EU-Parlament über dessen Ausgestaltung abgestimmt werden. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #109
Claas Hüttenrauch
am Freitag, 23. April 2021, 21:14

Sind Impfzertifikate verhältnismässig ?

Beschränkt sich das Zertifikat denn auf notwendige Daten? Das behauptet die EU:

„...Doch ich stelle mir die Frage:
Wofür genau sind diese Daten notwendig? Es ist eine ganze Liste von Angaben, die man von den Empfehlungen der Welt­gesund­heits­organi­sation übernommen hat. Wenn das Zertifikat dazu da ist, Grenzen passieren zu können: Warum braucht man dafür die Angabe des Geburtsdatums? Warum ist es relevant, wo ich meine Impfung bekommen habe? Wichtig ist doch nur, dass ich eine Impfung erhalten habe.
.
Die EU sagt, dass die Verifizierung dezentral laufe. Aber sie sagt gleichzeitig, dass eine Online-Verifizierung möglich sei.
Das bedeutet, dass jedes Mal, wenn jemand meinen Nachweis kontrolliert, ein Server im Hintergrund ist, der lernt. Er kann lernen, dass irgendjemand die Grenze bei Genf überquert hat und irgendjemand in eine Bar gegangen ist.
Oder aber, dass ich die Grenze bei Genf überquert habe und ich in eine Bar gegangen bin. Es gibt nichts, was darauf hinweist, dass das nicht möglich ist...“
https://www.nzz.ch/technologie/fuer-den-impfnachweise-waere-ein-schwer-zu-faelschendes-sicherheitspapier-waere-die-bessere-loesung-ld.1613180?mktcid=nled&mktcval=165_2021-04-22&kid=nl165_2021-4-21&ga=1&fbclid=IwAR3YpDyndPjC4z3X8T-IyeqR_-Lqci3HbDq3gJcVa3_uxfGT9MfnhBn-9pA

-> Es könnten also Bewegungsprofile erstellt werden.
Avatar #88255
doc.nemo
am Freitag, 23. April 2021, 09:32

Kleiner Ansporn gefällig?

<Sarkasmus ein>
Die Bundesregierung könnte doch das Europäische Impfzertifikat dazu nutzen, den Deutschen die bislang erfolglose Corona-Warn-App (CWA) „schmackhaft“ zu machen, indem das Zertifikat ausschließlich zusammen mit einer permanent aktivierten CWA zu erhalten ist. Selbst eine vorübergehende Deaktivierung der App würde automatisch eine um zwei Tage längere Strafsperre des Impfzertifikats nach sich ziehen. Da es mittlerweile keinerlei Hemmschwellen mehr zur Aufhebung von Grundrechten gibt, sollte sich eine solche Regelung mit einem Federstrich einrichten lassen.
<Sarkasmus aus>
Avatar #82184
bleicher
am Freitag, 23. April 2021, 00:27

Europäisches Impfzertifikat

Endlich, kann man nur sagen. Die Frage ist, warum es so lange gedauert hat, bis die Politik endlich reagiert hat.
Mit einem fälschungssicheren Impfzertifikat ist es in Zukunft möglich die Freiheitseinschränkungen zu reduzieren und geimpften Personen Zutritt zu vielen Veranstaltungen zu geben.
Daten aus den USA zeigen, das das Risiko geimpfter sich erneut anzustecken unter 1 Promille liegt. Auch die Verbreitungswahrscheinlichkeit bei einer trotzdem vorliegenden Ansteckung dürfte weit unter dem Risiko liegen, die von Personen mit Masken und bei entsprechenem Abstand ausgehen. Genauere Daten sind hier allerdings noch nicht bekannt.
Wie man inzwischen weiß, überleben die Corona-Viren auch bis zu 3 Wochen auch auf unbelebten Gegenständen. Wenn aber geimpfte Personen mit den Coronavieren in Kontakt kommen, können diese die Personen nur in ganz seltenen Fällen infizieren.
Eine panische Angst vor den Viren mit unsinnigen Restriktionsmaßnahmen bringt uns nicht weiter, weil der Rückhalt in der Bevölkerung, sich an die Maßnahmen zu halten immer weiter sinkt.
Begreifen wir die Immpfung und auch den zertifizierten Nachweis als eine Möglichkeit, zu immer mehr Normalität im Leben zu kommen, d.h. als Chance zu einem besseren Leben.
Dazu muss das Geimpftsein aber auch mit einer Belohnung in Richtung mehr Freiheit, Kontakt und Leben verbunden sein. D.h. es muss als Vorteil empfungen werden.
Dann werden die Corona-Maßnahmen als sinnvoll und nicht nur als Beschränkung und Verbote wahrgenommen.
LNS
LNS LNS LNS

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