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Politik

Coronaimpfstoff für Kinder könnte noch im Mai in Europa zugelassen werden

Dienstag, 11. Mai 2021

/Yakobchuk Olena, stock.adobe.com

Berlin/Washington – In Europa könnte ein Coronaimpfstoff für Kinder und Jugendliche womöglich noch im Mai zugelassen werden. Die Chefin der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA), Emer Cooke, sagte dem Handelsblatt, derzeit werde der Biontech/Pfizer-Impfstoff für Zwölf- bis 15-Jährige geprüft.

„Im Moment ist Juni das Ziel, das wir für die Zulassung angeben. Wir versuchen, ob wir dies bis Ende Mai beschleunigen können.“ Die USA erteilten dem Impfstoff gestern (Ortszeit) bereits die Zulassung für Kinder. Hausärzte in Deutschland forderten rasch einen Impfstoff für Kinder auch hierzulande.

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Die US-Arzneimittelbehörde FDA erklärte, der Coronaimpfstoff von Biontech-Pfizer könne fortan auch in der Altersgruppe der Zwölf- bis 15-Jährigen verabreicht werden. Die im Dezember erteilte Notfall­zulassung für das Vakzin, die ab einem Alter von 16 Jahren galt, wurde entsprechend ausgeweitet.

„Das ist eine vielversprechende Entwicklung in unserem Kampf gegen das Virus“, erklärte US-Präsident Joe Biden. Auch die geschäftsführende FDA-Chefin Janet Woodcock hob hervor: „Der heutige Schritt erlaubt es einer jüngeren Bevölkerung, gegen COVID-19 geschützt zu sein, was uns einer Rückkehr zu einem Gefühl der Normalität und einem Ende der Pandemie näher bringt.“

Kanada hatte den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Pharmakonzerns Pfizer vergangene Woche für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren freigegeben.

Der nordrhein-westfälische Hausärzteverband forderte, dass nun auch in Deutschland rasch ein Impfstoff für Kinder und Jugendliche kommen müsse.

„Jetzt muss endlich auch der Impfstoff für Kinder und Jugendliche bereitgestellt werden. Darauf warten unsere Patienten, die Eltern und Großeltern,“ sagte Verbands-Chef Oliver Funken der Düsseldorfer Rheinischen Post (heutige Ausgabe).

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) zeigte sich zuversichtlich, was eine baldige Impfung von Kindern und Jugendlichen anbelangt. „Es wird im Verlauf des Sommers allen Kindern ab zwölf Jahren ein Impfangebot gemacht werden können, wenn der Impfstoff für diese Altersgruppe in den nächsten Wochen zugelassen wird“, sagte sie der Rheinischen Post. Die Studien für die Jüngsten von einem halben Jahr bis zwölf Jahren würden auch bereits laufen.

„Hier wird es aber vermutlich noch etwas dauern.“ Karliczek ging auch davon aus, dass Familien im Sommer verreisen können.

„Ich glaube, dass Urlaub – auch in anderen Ländern – in diesem Sommer weitgehend möglich sein wird. Eine große Zahl von uns allen wird dann geimpft sein und auch die Tests schaffen zunehmende Sicherheit“, sagte sie der Rheinischen Post. In den Schulen, vor allem in den Grundschulen, werde aber auch nach den Ferien weiter getestet werden müssen.

Der CDU-Familienpolitiker Marcus Weinberg empfahl, Kinder notfalls jeden Tag testen zu lassen, damit „Schulen jetzt wieder vollständig hygienegesichert geöffnet werden“. Der Bild-Zeitung (heutige Ausgabe) sagte er: „Die Kinderseelen leiden mit jedem Tag immer stärker unter den geschlossenen Schulen. Die langen Schulschließungen müssen jetzt beendet werden, noch bevor die Sommerferien kommen, damit das Bildungs- und Leistungsniveau nicht noch weiter sinkt und die emotionalen und sozialen Folgen nicht noch schlimmer werden.“ © afp/aerzteblatt.de

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