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Politik

Corona-­„Aufholprogramm“ soll laut Familienministerium schnell umgesetzt werden

Montag, 14. Juni 2021

/picture alliance, Christoph Soeder

Berlin – Das sogenannte Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche soll nach dem Willen des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) schnell wirken. Die konkrete Umsetzung beginne jetzt, erste Angebote starteten im Sommer, sagte Staatssekretärin Juliane Seifert heute in Berlin. Das Aktions­programm soll bis Ende 2022 laufen. Am Freitag hatte der Bundestag dafür nötige Gesetzesänderungen beschlossen, unter anderem einen Kinderfreizeitbonus von 100 Euro für Kinder, deren Familien Leistungen aus der Grundsicherung erhalten.

Das Aufholprogramm der Bundesregierung umfasst zwei Milliarden Euro. Eine Hälfte ist für das Verringern von Lernrückständen vorgesehen, die andere Hälfte geht in den außerschulischen Bereich. Seifert brachte diesen Teil auf die Formel „Freunde, Freude und Förderung“. Kinder und Jugendliche sollten nicht das Gefühl haben, dass es nur darum gehe, so schnell wie möglich Lernrückstände aufzuholen, sagte die Staatssekretärin. Vielmehr sollten sie so leben können, wie es ihnen entspreche.

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Mit der Milliarde aus dem Bereich des Familienministeriums sollen etwa „Sprach-Kitas“ zur gezielten Sprachförderung weiter unterstützt werden. Mit 100 Millionen Euro fördert der Bund 1.000 zusätzliche Fachkräfte für sprachliche Bildung, die bereits zum Start des neuen Kitajahres nach dem Sommer da sein sollen. 50 Millionen Euro sind für Angebote für belastete Familien mit kleinen Kindern eingeplant.

Weitere zusätzliche Angebote werden im Sport, in Musik und Kunst sowie bei Pfadfindern oder Jugendbildungsstätten gefördert. Auch für Ferienfreizeiten, Mehrgenerationenhäuser, Sozialarbeit und Freiwilligendienste stehen zusätzliche Mittel zur Verfügung.

Kritik, dass für das ganze Paket – auch im Vergleich zu anderen Bereichen wie Unternehmenshilfen – zu wenig Geld ausgegeben werde, wies Seifert zurück. Man müsse auch immer im Blick behalten, ob überhaupt genügend Fachkräfte da seien, um zusätzliche Angebote umzusetzen. Vor allem die Bundesländer schulterten zudem das Gros der Aufgaben. Daher müsste man noch aufaddieren, was die Länder täten, meinte die Staatssekretärin. © kna/aerzteblatt.de

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