StudierenNewsÄrzteschaftLaborärzte empfehlen Antikörpertests vor Auffrischungs­impfungen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Laborärzte empfehlen Antikörpertests vor Auffrischungs­impfungen

Dienstag, 31. August 2021

/picture alliance, Waltraud Grubitzsch

Berlin – Zum Start der Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 in Deutschland schlägt der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) eine Priorisierung der Personengruppen für die Drittimpfung anhand von Antikörpertests vor.

Dazu sollten sogenannte Surrogat-Neutralisationstests die Coronavirus-Antikörper-Konzentration im Blut der Impfkandidaten bestimmen. Der Antikörpertest helfe den Impfenden, die „Mammutaufgabe der Dritt­impfung“ strukturiert anzugehen, hieß es aus dem Verband.

Anzeige

„Unter einem Wert von 21.8 Binding Antibody Units (BAU) gehen wir davon aus, dass die getestete Per­son keinen Immunschutz gegen das Coronavirus hat. Diese Patienten müssen bei den Auffrischungs­im­pfungen priorisiert werden“, sagte der Vorsitzende des Berufsverbandes, Andreas Bobrowski.

Anschließend sollte der Antikörperspiegel regelmäßig gemessen werden, um diese besonders gefährdete Patientengruppe bestmöglich zu schützen. Über 1.000 BAU sei eine Drittimpfung unnötig.

„Zwischen 21.8 BAU und 1.000 BAU besteht ein Graubereich, der wissenschaftlich noch nicht genau aus­gelotet ist. Solange es keine verbindlichen Grenzwerte gibt, sollten Menschen mit einem Impftiter knapp über 21.8 BAU im Zwanziger- oder Dreißigerbereich schneller geimpft werden als Impfwillige über 44 BAU“, so Bobrowski.

Insgesamt solle man aber niemandem in der großen Mittelgruppe die Drittimpfung verwehren, empfiehlt der Berufsverbands-Vorsitzende.

Der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) berichtet unterdessen von einem moderaten Anstieg der Positivrate bei den SARS-CoV-2-PCR-Tests. Diese seien in der vergangenen Woche vom 23. bis 29. August auf 8,2 Prozent gestiegen (Vorvergangene Woche 8,1 Prozent). © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Avatar #567268
KreuterBert
am Sonntag, 5. Dezember 2021, 14:36

Boosterimpfung

Auf jeden Fall würde ich mich mit einem mRNA-Impfstoff boostern lassen.
Idealerweise in einem Impfzenrum; dort ist üblicherweise genügend Personal uns auch eine Notfallausrüstung vorhanden. Nachfragen schadet nichts!
Ich impfe Kandidaten mit vergleichbarer Anamnese unter Antihistaminika-Schutz.
Problembestandteil der m-RNA-Impfstoffe ist das Pol!yäthylenglykol!
Avatar #979280
Claudi Witti
am Freitag, 3. Dezember 2021, 18:39

9 Monate nach Infektion 4.600 BAU/ml

Hallo,

Ich habe meinen Antikörperwert 9 Monate nach der Infektion messen lassen. Dieser liegt bei 4.600 BAU/ml. Leider gelte ich als Ungeimpft und nicht mehr als Genesen. Sollte also zum boostern gehen, um einen Impfausweis zu erhalten. Hinzu kommt, dass ich gegen sämtliche Stoffe allergisch bin und als hypoallergen gelte. Das endet meist in der Notaufnahme.
Jetzt habe ich zwei Fragen: Ist es mit diesem Wert sinnvoll mich impfen zu lassen? Kann ich mir irgendwo von irgendwem eine Bescheinigung holen, dass ich weiterhin als Genesen gelte?
In der Schweiz und in Liechtenstein ist es möglich...
Mein Hausarzt sagt er kann mir keine Bescheinigung ausstellen, dass ich vom Impfen befreit bin. Ich bin derzeit wirklich ratlos.
Nicht einmal die Virologen in Tübingen konnten mir weiterhelfen. Sie haben gemeint eine Impfung mit dieser Antikörperzahl wäre kritisch....

Über eine Antwort, die mir weiterhilft, würde ich mich freuen.

Viele Grüße
Claudia Wittmer
Avatar #772075
Floxie16
am Mittwoch, 10. November 2021, 11:22

@Y.D.

Wenn sie vorerkrankt und immunsuprimmiert sind rechtfertigt das doch bereits eine schnelle Booster Impfung. So ist es zumindest bei mir und mit meinem Hausarzt. Ich hatte übrigens 4 Monate nach Zweitimpfung (beide mit Astra Zeneca) nur noch Antikörper von 1.6 IgG. Ab <0.8 gilt man als AK negativ. Was das in BAU bedeutet weiß ich leider nicht.
Avatar #976559
Y.D.
am Mittwoch, 10. November 2021, 10:03

Booster-Impfung nach Titer-Test

Ich bin immunsupprimiert und vorerkrankt. Nun wollte ich gern bei meinem Arzt einen Titer-Test selbst finanzieren, da dieser durch die Krankenversicherung nicht gedeckt ist, um Klarheit darüber zu bekommen, inwiefern sich meine Antikörper schon abgebaut haben. Die Frage ist: Wenn mein Impf-Titer unter 1.000 BAU liegt, habe ich dann einen Anspruch auf eine vorzeitige Booster-Impfung? Könnte mir das jemand beantworten?
LNS
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Weitere...

Aktuelle Kommentare

NEWSLETTER