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Arbeitsgruppe soll Carl-Thiem-Klinikum für Wechsel zu Uniklinikum vorbereiten

Dienstag, 7. September 2021

/Monika Wisniewska, stock.adobe.com

Potsdam – Zum Aufbau einer Medizinerausbildung in Cottbus soll das Carl-Thiem-Klinikum (CTK) zum Universitätsklinikum in Landesträgerschaft ausgebaut werden – eine Arbeitsgruppe soll nun den Träger­wechsel vorbereiten. Das kündigte die Brandenburger Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) gestern in einer Sonder­sitzung der Stadtverordnetenversammlung in Cottbus an.

Dass die Steuerung eines Uniklinikums voll­ständig beim Land liege, habe sich auch in anderen Bundes­ländern bewährt, erklärte die Ministerin. In der Arbeitsgruppe sollen neben Klinikum-Vertretern und der Stadt auch verschiedene Landesministerien mitarbeiten.

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Eine Expertenkommission unter Leitung des ehemaligen Chefs der Berliner Charité, Karl Max Einhäupl, hatte empfohlen, das CTK zum Uniklinikum sowie zu einem „Digitalen Leitkrankenhaus“ auszubauen. Bis zur Fertigstellung des Baus im Jahr 2035 gehen die Experten von rund 1.600 Beschäftigten aus.

Für sie kann der Trägerwechsel Schüle zufolge den Übergang aus dem jetzigen Tarifvertrag in den Tarif­vertrag für den Öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) bedeuten. Dies zu prüfen und Mechanismen für den Übergang zu schaffen, werde ebenfalls Aufgabe der Arbeitsgruppe sein.

Für die Medizinerausbildung soll an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senften­berg (BTU) eine Fakultät gegründet werden. Ab dem Wintersemester 2026/27 sollen sich erste Medizin-Studierende einschreiben können. Etwa sechs Jahre später könnten dann erste ausgebildete Ärztinnen und Ärzte die Uni verlassen.

Nach den Empfehlungen soll für die gesamten Pläne ein Innovationszentrum Universitätsmedizin Cott­bus (IUC) geschaffen werden – das „größte und anspruchsvollste Projekt der Landesregierung“, wie Schü­le betonte. Es besteht demnach aus der Universitätsmedizin Cottbus sowie einem digital unterstützten Netzwerk von Akteuren der Gesundheitsversorgung der Region.

Mit seinen geplanten Schwerpunkten Gesundheitssystemforschung und Digitalisierung des Gesund­heits­wesens sei das IUC ideal dafür geeignet, Versorgungsmodelle zu entwickeln und unter wissenschaftlicher Begleitung in der Modellregion Gesundheit Lausitz zu erproben. Daraus könnten Modelle entwickelt wer­den, die auch auf andere Regionen in Deutschland übertragen werden könnten, so Schüle.

Bei Umsetzung der Empfehlungen sieht die Expertenkommission einen geschätzten Finanzbedarf von etwa 1,9 Milliarden Euro bis 2038. Das Konzept soll bis Ende 2022 konkretisiert werden. Anschließend wird es dem Wissenschaftsrat vorgelegt. © dpa/aerzteblatt.de

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