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Neue Ambulanz für intensivmedizinische Nachsorge am Universitätsklinikum Münster

Montag, 27. September 2021

/dpa, Henning Kaiser

Münster – Das Universitätsklinikum Münster (UKM) hat eine neue Anlaufstelle für Patienten einge­richtet, die intensivmedizinisch behandelt worden sind. Rund die Hälfte der Intensivpatienten erleidet laut dem Klinikum ein Organversagen, das sich im Anschluss zu einer chronischen Erkrankung entwickeln kann.

„Das sind Patientinnen und Patienten, die sich noch einmal bei uns vorstellen sollten, denn chronische Erkrankungen, die sich aus den intensivmedizinischen Krankheitsbildern ergeben, sind keine Seltenheit“, erläutert Melanie Meersch-Dini.

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Die Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am UKM übernimmt die Leitung der neu eingerichteten Ambulanz für intensiv­medi­zinische Nachsorge, die Anlaufstelle für Patienten sein soll, die mehr als drei Monaten nach Ende der Intensivbehandlung wegen anhaltender gesundheitlicher Probleme ihren Alltag noch nicht wieder vollständig bewältigen können. Die Beeinträchtigungen können Probleme von Herz, Niere oder Lunge umfassen oder neurokognitive Störungen sein, zum Beispiel Konzentrationsstörungen oder anhaltende Erschöpfung.

Pro Jahr werden in Deutschland laut der Klinik rund zwei Millionen Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen behandelt. Während manche von ihnen nach kurzer Regeneration vollständig genesen, sind andere sehr eingeschränkt – beeinflusst auch von der Schwere der Erkrankung, der Liegezeit und dem vorherigen Gesundheitszustand.

„Die intensivmedizinische Nachsorge ist sehr komplex und wir sind genau deshalb der Überzeugung, dass wir, die selbst täglich Intensivpatienten versorgen und die Komplikationen im Rahmen solch einer Behandlung kennen, Betroffenen gut helfen können“, erläutert der Klinikdirektor Alexander Zarbock den Ansatz für die neue Ambulanz. Melden können sich Betroffene, die mit einem Organversagen für einen längeren Zeitraum auf der Intensivstation behandelt worden sind – am UKM oder in einem anderen Krankenhaus. © hil/aerzteblatt.de

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