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Politik

Schon heute ein Drittel der Betten auf Intensivstationen gesperrt

Freitag, 15. Oktober 2021

/dpa, Fabian Strauch

Berlin – Bereits vor dem Winter müssen 37 Prozent der deutschen Intensivstationen dauerhaft ihre Inten­sivbetten sperren. Weitere 22 Prozent sperren sie nahezu täglich. Dies führt zumindest vorübergehend zu einer Einschränkung der Notfallversorgung und zum Verschieben von Operationen.

Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) und der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedi­zin (DIVI) hervor, die exklusiv dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt (zu den vollständigen Ergebnissen).

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An der Umfrage haben sich 643 Intensivmediziner beteiligt. Insgesamt gibt es in Deutschland circa 1.700 Intensivstationen an etwa 1.300 Krankenhäusern.

Die Hauptursache für die Bettensperrungen ist in 75 Prozent der Fälle ein Mangel an Pflegepersonal. In 66 Prozent der Fälle steht weniger Stammpersonal zur Verfügung. Dadurch hat in 43 Prozent der Fälle der Anteil der Zeitarbeitenden auf den Intensivstationen zugenommen. 51 Prozent der Befragten gaben an, dass sich die Stimmung auf ihrer Station verschlechtert habe, bei 14 Prozent sogar sehr.

Intensivstationen: Ein Drittel der Betten ist gesperrt

Kurz vor dem Winter zeigt eine aktuelle Umfrage unter Intensivmedizinern, dass die Zahl gesperrter Intensivbetten auf ein Rekordniveau angestiegen ist. Grund dafür ist der Mangel an Intensivpflegenden. Spürbare Einschränkungen in der Versorgung sind zu erwarten. Angesichts zunehmender Berichte über Intensivbettensperrungen in den Krankenhäusern als Folge von Personalmangel führten die Deutsche

2018 führten DGIIN und DIVI zum ersten Mal eine Umfrage unter Intensivmedizinern durch. Damals hatten noch 44 Prozent der Befragten berichtet, dass Bettensperrungen nicht erforderlich seien. Bei 47 Prozent waren regelhaft zwei Betten gesperrt.

„Die aktuelle Umfrage unterstreicht die zunehmende Verschlechterung der Situation in der Intensivmedi­zin“, schreiben die Initiatoren der Umfrage. „Somit ist in absehbarer Zeit mit einer spürbaren Einschrän­kung in der Versorgung der Bevölkerung zu rechnen.“ © fos/aerzteblatt.de

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