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Politik

Merkel dankt Ärzten und Pflegekräften beim Großen Zapfenstreich

Freitag, 3. Dezember 2021

/picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Odd Andersen

Berlin – Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in einer ihrer letzten öffentlichen Re­den als Kanzlerin noch einmal allen Helfern im Kampf gegen die Coronapandemie gedankt.

„Ich möchte allen danken, die sich der Pandemie mit aller Kraft entgegenstellen“, sagte sie gestern am Abend beim Großen Zapfenstreich auf dem Gelände des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin. Sie nannte Ärzte und Pflegekräfte, aber auch „helfende Hände in den Hilfsorganisationen und der Bundes­wehr“.

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Zugleich kritisierte die CDU-Politikerin mit Blick auf die Pandemie all diejenigen, die „wissenschaftliche Erkenntnisse leugnen und Verschwörungstheorien und Hetze verbreiten“. Hier müsse Widerspruch laut werden. Überall da, wo „Hass und Gewalt als legitimes Mittel zur Durchsetzung eigener Interessen erach­tet werden“ müsse „unsere Toleranz als Demokraten und Demokratinnen ihre Grenze finden“.

Merkel betonte, ihre 16 Amtsjahre seien „ereignisreich und herausfordernd“ gewesen. Sie hätten sie poli­tisch und menschlich sehr gefordert und "zugleich haben sie mich immer sehr erfüllt". Ihre Arbeit habe sie stets „mit Fröhlichkeit im Herzen“ gemacht.

Zum Abschied empfinde sie, so Merkel weiter, „vor allem dieses: Dankbarkeit und Demut. Demut vor dem Amt, das ich so lange ausüben durfte; Dankbarkeit für das Vertrauen, das ich erfahren durfte. Vertrauen, dessen war ich mir immer bewusst, ist das wichtigste Kapital in der Politik. Es ist alles andere als selbstverständlich, und dafür danke ich von ganzem Herzen.“

Für den zeremoniellen Abschied mit militärischen Ehren und im Schein von brennenden Fackeln hatte sich die Protestantin unter anderem das Kirchenlied „Großer Gott, wir loben dich“ gewünscht, außerdem „Du hast den Farbfilm vergessen“ von Nina Hagen und „Für mich soll's rote Rosen regnen“ von Hildegard Knef.

„Großer Gott, wir loben dich“ ist eines der bekanntesten Kirchenlieder im deutschen Sprachraum. Verfasst wurde es von dem katholischen Priester Ignaz Franz im Jahr 1771. Der Text ist eine Nachdich­tung des Hymnus „Te Deum laudamus“ und stellt einen feierlichen Dank- und Bittgesang der römischen Kirche dar, dessen Geschichte bis in das vierte Jahrhundert zurückreicht. © kna/aerzteblatt.de

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