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Politik

Digitalexperten verlassen das Bundesministerium für Gesundheit

Montag, 17. Januar 2022

/dpa

Berlin – Die Digitalexperten verlassen nach dem Regierungswechsel das Bundesgesundheitsministerium. Laut einem noch nicht veröffentlichten Organigramm des Ministeriums mit Stand 3. Januar werden die Posten der Digitalexperten und Verantwortlichen Gottfried Ludewig, Abteilungsleiter „Digitalisierung und Innovation“, sowie Christian Klose, Unterabteilungsleiter für Gematik und Telematikinfrastruktur, mit „N.N." angegeben.

So soll dem ARD-Magazin „Kontraste“ zufolge der früherer Abteilungsleiter Ludewig zur Deutschen Telekom wechseln. Laut den Medienberichten soll er dort bei der Tochterfirma Healthcare Solutions in Bonn arbeiten und dort möglicherweise auch im engen Kontakt zu den Stellen haben, die für die Ent­wicklung der Corona-Warn-App (CWA) zuständig waren. Ludewig betreute dieses Projekt der Bundesre­gierung vonseiten des Ministeriums. Er selbst ist bis März in Elternzeit.

Sein bisheriger ständiger Stellvertreter, Christian Klose, wechselt ebenso in die Industrie. Klose, der von der AOK Nordost ins Ministerium gewechselt war und dort unter anderem für die Gematik und die Tele­matik­infrastruktur (TI) zuständig gewesen ist, ist seit Jahresbeginn bei IBM in Hamburg.

Der deutsche Technologie­konzern entwickelt unter anderem für die Techniker Krankenkassen die elek­tro­nische Patientenakte. Den Wechsel zum Hamburger Standort verkündete Klose auf dem Berufsnetz­werk LinkedIn. Laut den Anga­ben dort wird er bei IBM „Client Partner" und ist damit vor allem für Kundenkontakte zuständig.

Da weder Ludewig noch Klose politische Beamte oder im Rang eines Staatssekretärs im Ministerium arbeiteten, gelten für sie die entsprechenden vorgeschriebenen Karenzzeiten beim Wechsel von Regie­rungsämtern in andere Bereiche nicht.

Laut dem Organigramm vom 3. Januar, das dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt, ist auch die Leitung der Abteilung 6 (Gesundheitssicherheit, Gesundheitsschutz und Nachhaltigkeit) unbesetzt.

Hier leitete seit März 2020 Hans-Ulrich Holtherm, Generalarzt und zuvor Leiter des Bundeswehrkranken­hauses Ulm, diese noch vor Beginn der Pandemie neu geschaffenen Abteilung. Bei der Abteilung war auch die Lageführung zur Bewältigung der Pandemie angesiedelt. © bee/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #615036
co_ed
am Dienstag, 25. Januar 2022, 10:44

Schneller Termin beim Minister

In Behörden herrscht Mangel an IT-Fachkräften. Das Gehalt bei der Industrie ist attraktiver. Wenn es brennt, ist ein Minister schnell einsichtig und legt was drauf.
Avatar #710870
TomKat
am Montag, 17. Januar 2022, 18:06

Und?

Niemand wird bemerken, dass sie weg sind.
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