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Politik

Wie es mit dem E-Rezept weitergehen soll

Donnerstag, 27. Januar 2022

/picture alliance, Mohssen Assanimoghaddam

Berlin – Kurz vor Weihnachten hatte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Einführung des elek­tronischen Rezeptes (E-Rezept) verschoben und die Testphase verlängert. Jetzt haben die Gesell­schafter der Gematik das weitere Vorgehen festgelegt. Dazu haben sie für die im ersten Quartal weiterlaufende Testphase Qualitätskriterien definiert.

So sollen mindestens 30.000 E-Rezepte erfolgreich abgerechnet werden. Im Weiteren haben die Kran­kenkassen eine enge Zusammenarbeit mit Apotheken zugesichert, damit Formfehler bei der Abrechnung nicht zu wirtschaftlichen Schäden bei den Apotheken führen.

Die Gematik-Gesellschafter beschlossen zudem, dass alle Beteiligten ab sofort regelmäßig aktuelle Da­ten zu Lage, Ausstattungsgrad und Einsatzbereitschaft liefern werden. Die Nutzererfahrungen mit dem E-Rezept sollen eng evaluiert werden.

In seinem Schreiben hatte das BMG alle Beteiligten aufgefordert, die Einführung des E-Rezeptes zu un­terstützen. Sobald die vereinbarten Kriterien erfüllt seien, solle die Umstellung auf das E-Rezept nach einem „noch festzulegenden Rollout-Verfahren“ erfolgen.

Spitzenorganisationen der Ärzteschaft hatte die Verlängerung der Testphase Ende vergangenen Jahres ausdrücklich begrüßt. „Es ist gut, dass das BMG die Warnungen der Leistungserbringerorganisationen in der Gematik ernst nimmt und vor dem bundesweiten Rollout des E-Rezepts zunächst die Testphase fort­setzen und ausweiten will“, sagte Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK). Er betonte, die Ärzteschaft unterstütze die Einführung des E-Rezepts ausdrücklich und werde sich konstruktiv in die weiteren Tests einbringen.

Zustimmung für weitere Tests kam auch von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Die KBV habe gemeinsam mit anderen Leistungserbringerorganisationen früh davor gewarnt, dass ein bundes­weiter Rollout nicht funktionieren werde und zugleich auf eine Übergangslösung gedrängt, sagte dessen Vorstandsvorsitzender Andreas Gassen. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #704484
Dr. Eckhoff
am Freitag, 28. Januar 2022, 13:27

Dr.P.-U. Eckhoff, Orthopäde

War bis 2004 in eigener Praxis tätig und bin damals an der Digitalisierung verzweifelt. Nun bin ich Rentner und stehe auf der anderen Seite des Tresens. Nun bin ich Rezept-Empfänger, und bin mit dem Smartphone noch nicht auf Du und Du. Wie soll es denn gehen mit dem E-Rezept.? Empfange ich es auf meinem Smartphone? Oder wird es direkt zur Apotheke meiner Wahl gesendet? Und wenn es auf mein Smartphone geht, dann muß ich eins besitzen!! Undnach dem 55 Updat ein neues Kaufen.
Hat dennschon einer nachgerechnet, wieviel Kilowatt in einem Jahr für die Datenübertragung der E-Rezepte anfällt. Leute, wir wollen CO2 sparen und rüsten digital auf. Meines Erachtens ein Widerspruch in sich. Aber Ärzte konnten noch nie rechnen.
LNS
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