StudierenNewsAuslandEU einigt sich auf mehr Zusammenarbeit in Gesundheitskrisen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

EU einigt sich auf mehr Zusammenarbeit in Gesundheitskrisen

Freitag, 24. Juni 2022

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides/picture alliance, Geisler-Fotopress, Dwi Anoraganingrum

Brüssel – In Gesundheitskrisen wie der Coronapandemie soll auf EU-Ebene deutlich enger zusammen­gearbeitet werden. Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments einigten sich gestern auf eine verstärkte Kooperation über Landesgrenzen hinweg.

Dazu soll die EU-Kommission erstmals in der Lage sein, einen EU-weiten Gesundheitsnotstand auszu­rufen und damit ein koordiniertes Vorgehen etwa beim Kauf und der Lagerung von wichtigen Gütern auszu­lösen.

Die Einigung vom gestern ist Teil eines Pakets für eine „Gesundheitsunion“, das der EU deutlich mehr Kompe­tenzen in Gesundheitsfragen verschafft als noch vor der Pandemie. Die Befugnisse der EU-Gesundheitsbehör­den ECDC und EMA wurden in den vergangenen Monaten bereits ausgeweitet, zudem wurde die neue Be­hörde Hera zur Vorsorge von Gesundheitskrisen geschaffen.

„COVID-19 ist immer noch präsent, und wir sehen neue Gesundheitsbedrohungen wie Affenpocken, gegen die unsere Gesundheitsunion heute mehr denn je gebraucht wird“, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyria­kides.

Konkret sieht die Einigung nach Angaben des Europaparlaments vor, dass insbesondere benachbarte Regio­nen und auch die EU-Behörden in Gesundheitskrisen enger zusammenar­beiten. Zudem soll eine Übersicht über Lagerbestände und Kapazitäten zur Produktion bestimmter Medizinprodukte entstehen. Auch die Vor­bereitung auf Gesundheitskrisen auf EU- und nationaler Ebene wird verstärkt.

Für den gemeinsamen Kauf der EU-Staaten von Impfstoff oder anderen Medizingütern wurden die Regeln präzisiert. Dem Parlament zufolge besteht die Möglichkeit, parallele Beschaffung und Verhandlung jener Länder zu begrenzen, die sich an dem gemeinsamen Kauf beteiligen. Die Einigung von gestern muss noch formell vom Parlament und den EU-Staaten bestätigt werden. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS

Fachgebiet

Weitere...

Aktuelle Kommentare

NEWSLETTER