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Uniklinik Mainz weist Einflussnahme von Boehringer auf Studie zurück

Mittwoch, 24. August 2016

Mainz – Die Uniklinik Mainz hat den Vorwurf einer Einflussnahme des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim auf eine große Studie zurückgewiesen. Das Unternehmen finan­ziere die sogenannte Gutenberg-Gesundheitsstudie mit mehr als 15.000 Teilnehmern zwar zum Teil, habe aber keinen Einfluss auf die Ergebnisse, erklärte die Uniklinik ges­tern. Zuerst hatte der SWR darüber berichtet.

Erst im Juli hatte der Präsident der Universität Mainz, Georg Krausch, Fehler im Zu­sam­men­hang mit einer millionenschweren Spende der Boehringer-Stiftung eingeräumt. Mit ins­gesamt 150 Millionen Euro hatte die Stiftung die Gründung des Instituts für Molekulare Biologie und die Neuausrichtung des Fachbereichs Biologie ermöglicht. Vertraglich gere­gelt wurde dabei, dass die Stiftung quasi ein Veto-Recht gegen die Berufung von Pro­fesso­ren hat.

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Mit den Verträgen über eine drei Millionen schwere Unterstützung für die Gesundheits­stu­die sei alles in Ordnung, erklärte die Uniklinik. „Die Freiheit von Forschung und Lehre (ist) nicht berührt.“ Vor der Veröffentlichung müssten zwar alle Manuskripte Boehringer vorgelegt werden, aber das geschehe nur, damit vertrauliche Informationen nicht nach draußen gelangten oder Patente veröffentlicht würden. Auch könne sich die Uniklinik über die Ansicht von Boehringer hinwegsetzen. © dpa/aerzteblatt.de

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