Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Palliativversorgung: Landesärzte­kammer Brandenburg erinnert an Weiterbildungs­inhalte

Dienstag, 22. August 2017

Potsdam – Im Streit um die besonders qualifizierte Palliativversorgung und die damit verbundenen neuen Eingangsvoraussetzungen für teilnehmende Ärzte erinnert die Lan­des­ärz­te­kam­mer Brandenburg (LÄKB) an die Weiterbildungsinhalte entsprechender Facharztdisziplinen. „Es macht keinen Sinn und führt Weiterbildungsrichtlinien ad absurdum, wenn es nötig wird, nach absolvierter Facharztanerkennung wiederum mit neu erdachten Qualifikationen nachzuweisen, dass ein Facharzt sein Fachgebiet beherrscht“, sagte Frank-Ullrich Schulz, Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer Branden­burg, heute.

So sei zum Beispiel in den Weiterbildungsinhalten zum Erwerb der Facharztqualifika­tion Allgemeinmedizin explizit formuliert, dass Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfah­rungen in der Behandlung von Palliativpatienten nachzuweisen sind. Dies sei aus Sicht der Ärztekammer Brandenburg ausreichend, um nach bestandener Anerkennung zum Facharzt selbstständig die Verantwortung zur Behandlung dieser Patienten zu über­nehmen.

Streit um Palliativmedizin: KBV und Kassen weisen Kritik der Hausärzte zurück

Berlin – Ende Juli hatte der Bewertungsausschuss neue Palliativleistungen beschlossen, die zum 1. Oktober in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen werden. Kritik an den Qualitätskriterien hat nun der Deutsche Hausärzteverband (DHÄV) in einem Brief an die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und den GKV-Spitzenverband geübt. KBV und Krankenkassen können die Aufregung nicht [...]

„Weitere zusätzliche Qualifikationsnachweise, wie ein 40-Stunden-Basiskurs, Hospita­tionen oder der Nachweis behandelter Patienten, sind somit unnötig und kontrapro­duk­tiv, da sie eher ausgrenzend wirken und den Engpass an Palliativversorgung noch verstärken“, sagte der Vizepräsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer Brandenburg, Hanjo Pohle. Die Ärztekammer fordert ein Umdenken und die Rückkehr zur Akzeptanz der Weiter­bildungsordnungen der Facharztdisziplinen. Dies sei „dringend geboten“, hieß es.

Hintergrund des Debatte ist, dass der Bewertungsausschuss Ende Juli neue Palliativ­leistungen beschlos­sen hatte und sich Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband für die Abrechenbarkeit der besonders qualifizierten Palliativ­versorgung auf Qualitätskriterien verständigt hatten. Kritik hatte bereits der Deutsche Hausärzteverband (DHÄV) in einem Brief an die KBV und den GKV-Spitzenverband geübt. KBV und Krankenkassen können die Aufregung nicht nachvollziehen. © may/EB/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

15.09.17
Palliativmediziner fordern mehr Forschung zur Versorgung am Lebensende
Berlin – Mehr interdisziplinäre Forschung zur Versorgung von Patienten am Lebensende fordert die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). „Wir müssen gemeinsam interdisziplinär forschen, um......
12.09.17
Krankenhaus erfüllt ungewöhnlichen Herzenswunsch
Fürth – Immer wieder versuchen Palliativstationen und Krankenhäuser sterbenden Patienten einen letzten Wunsch zu erfüllen. Im Krankenhaus hat eine Betroffene nun Besuch von ihrem früheren Pflegepferd......
06.09.17
Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein befürchtet Qualitätsverlust bei Palliativversorgung
Düsseldorf – Das Hospiz- und Palliativgesetz sollte die Palliativversorgung stärken. Jetzt befürchtet Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, in seiner Region......
04.09.17
Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin in Niedersachsen gegründet
Hannover/Göttingen – Ärztekammer, Kassenärztliche Vereinigung (KV) und Krankenhausgesellschaft arbeiten künftig im Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin eng mit den Lehrstühlen für Allgemeinmedizin an den......
01.09.17
Immer mehr Schwerstkranke auf Bayerns Palliativstationen
München – Die Zahl der Schwerstkranken auf bayerischen Palliativstationen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es nach vorläufigen Daten 14.789 Fälle, wie das......
30.08.17
KBV setzt im Streit um Palliativleistungen auf Sachinformationen
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) will den Streit mit dem Deutsche Hausärzteverband (DHÄV) um die neuen Palliativleistungen versachlichen und hat dazu ein Fact-Sheet zur neuen......
29.08.17
Häusliche Sterbebegleitung in Niedersachsen nimmt zu
Hannover – Immer mehr alte Menschen und Patienten mit tödlichen Krankheiten lassen sich in Niedersachsen zu Hause von ehrenamtlichen Helfern beim Sterben begleiten. Nach Angaben des Verbandes der......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige

Fachgebiet

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

Aktuelle Kommentare

Anzeige
Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter