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Hochschulen

Medizinstudium: Erster Jahrgang hat neigungs­orientiertes Studium in Jena durchlaufen

Dienstag, 29. August 2017

Jena – Am Universitätsklinikum Jena hat der erste Medizinstudierenden-Jahrgang das reformierte Curriculum des sogenannten neigungsorientierten Studiums „Jenos“ komplett durchlaufen. 175 Studierende der Ambulant- und der Klinik-orientierten Linie absolvierten je zwölf Prüfungsstationen. Die Studierenden der Forschung-orientierten Linie präsentierten ihre Projektarbeit.

Die Universität Jena hatte den Studiengang Humanmedizin komplett überarbeitet. Kern von „Jenos“ ist die Wahl einer der drei Linien Klinik-, Ambulant- oder Forschung-orien­tierte Medizin im zweiten Studienabschnitt. Die neuen Lehrveranstaltungen haben im Wintersemester 2014/15 begonnen. Mit einem umfangreichen praktischen Prüfungs­parcours haben die Studierenden die als Wahlfach eingeführten Neigungslinien jetzt abgeschlossen. „Wir hatten 17 Stationen mit 52 Fallvarianten vorbereitet, an den sechs Tagen nahmen wir 2.100 Einzelprüfungen ab“, erläuterte die Leiterin des Skills-Labs im Universitätsklinikum Jena (UKJ), Urte Mille.

„In dieser praktischen Prüfung fragten wir gezielt das ärztliche Können ab, das den Studierenden in den Pflichtveranstaltungen vermittelt wurde und das sie in den Linien vertiefen konnten“, sagte Orlando Guntinas-Lichius, Studiendekan an der medizini­schen Fakultät. Zu den Prüfungsthemen zählten grundlegende Fertigkeiten wie das Anlegen eines Venenzugangs oder die Händedesinfektion. Die Prüflinge sollten allgemeine und spezielle körperliche Untersuchungstechniken demonstrieren, zum Beispiel die Leber abtasten oder einfache Therapiemaßnahmen durchführen.

16 Einrichtungen des UKJ waren an der Auswahl und Konzipierung der Prüfungsfälle beteiligt, für die 48 Prüfer gab es spezielle Schulungen im Vorfeld, ebenso für 13 Schau­spielpatienten. Bei der unmittelbaren Vorbereitung und an den Prüfungstagen selbst waren 16 Helfer im Einsatz, um Prüfungsbögen auszudrucken, Verbrauchs­material zusammen- und bereitzustellen, die Studierenden einzuweisen und mit der Klingel den Zeittakt anzugeben. „Wir bedanken uns für das enorme Engagement aller Beteiligten bei dieser Prüfungspremiere“, so Guntinas-Lichius. © hil/aerzteblatt.de

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