Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Baden-Württemberg kürzt Mittel für Präventionsprojekte gegen Alkoholmissbrauch

Freitag, 8. September 2017

Heilbronn – Baden-Württemberg gibt einem Medienbericht zufolge 2017 deutlich weniger Geld für Präventionsangebote gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen aus. Grün-Schwarz wird die Fördermittel von rund 640.000 Euro 2016 auf nur noch 100.000 Euro in diesem Jahr reduzieren, wie die Heilbronner Stimme und der Mannheimer Morgen unter Berufung auf eine Antwort des Sozialministeriums auf eine SPD-Landtagsanfrage berichteten.

In der Antwort schreibt Grünen-Staatssekretärin Bärbel Mielich, in den Jahren 2013 bis 2016 seien 1,4 Millionen Euro in Förderprogramme zur Prävention von riskantem Alkoholkonsum von jungen Menschen im öffentlichen Raum geflossen. Die Höhe der Fördersumme habe 2013 bei 96.418 Euro, 2014 bei 283.237 Euro, 2015 bei 348.205 Euro und 2016 bei 641.687 Euro gelegen.

„Im Jahr 2017 stehen für das Förderprogramm 100.000 Euro zur Verfügung.“ SPD-Sozialpolitiker Rainer Hinderer übte Kritik an der Kürzung der Mittel. „Entgegen ihrer eigenen Ankündigung baut die grün-schwarze Landesregierung die Präventions­angebote nicht aus“, sagte er.

Das Sozialministerium wies die Vorwürfe zurück. Von einer Mittelkürzung könne keine Rede sein, sagte Sozialminister Manne Lucha (Grüne). Er betonte, das Sozialministerium setze bei der Vorbeugung gegen Alkoholmissbrauch bei jungen Leuten nach dem Auslaufen des Förderprogramms auf das weitere Engagement der Kommunen. Ziel sei es von Anfang an gewesen, die Kommunen soweit zu befähigen, dass die auf den Weg gebrachten Projekte möglichst flächendeckend und nachhaltig verankert werden, sagte  Lucha (Grüne).

Er verwies auch darauf, dass die alkoholbedingten Kranken­haus­auf­enthalte von jungen Leuten seit 2011 zurückgegangen seien. Dies zeige, dass der Ansatz mit einem Mix aus vielfältigen Präventionsmaßnahmen einerseits und entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen andererseits funktioniere. © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

HerKle
am Freitag, 22. September 2017, 10:38

Warum Alkoholwerbung?

Zum lobenswert kritischen Artikel über die Mittelkürzung für Alkoholprävention posten Sie ein Bild mit gefüllten Biergläsern? Im ÄRZTEBLATT?
Was ist das: Fantasielosigkeit/Faulheit der Bildredaktion (gab nur dieses Foto bei der Google-Suche)? Erfolg der Alkohollobby ("verantwortungvolles Trinken")?

Warum kein Foto von Jugendlichen, die in ihrem Erbrochenen liegen? Das würde den Inhalt des Artikels deutlicher unterstreichen als die verharmlosende Verherrlichung alkoholischer Getränke.

Nachrichten zum Thema

06.12.17
Projekt untersucht seelische Gesundheit von Beschäftigen in Krankenhäusern
Ulm – Einer neuer Forschungsverbund „Seelische Gesundheit am Arbeitsplatz Krankenhaus“ (SEEGEN) will untersuchen, wie sich die seelische Gesundheit von Beschäftigen in Krankenhäusern präventiv stärken......
05.12.17
Jeder achte Deutsche will nicht auf Alkohol verzichten
Leverkusen – Etwa jeder achte Bundesbürger (13 Prozent) kann sich laut einer Umfrage ein Leben ohne Alkohol nicht vorstellen. Unter den Männern gaben dies rund 17 Prozent an und damit doppelt so viele......
29.11.17
Kassen verfehlen Präventionsvorgaben
Berlin – Fast 500 Millionen Euro haben die Krankenkassen im vergangenen Jahr für Gesund­heits­förder­ung und Prävention ausgegeben. Das geht aus dem neuen Präventionsbericht 2017 hervor. Pro Versichertem......
29.11.17
Komasaufen bringt mehr Jugendliche ins Krankenhaus
Berlin – Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden, ist erstmals seit 2012 wieder gestiegen. Im vergangenen Jahr kamen bundesweit 22.309 Zehn- bis......
24.11.17
Ibuprofen reduziert alkoholische Schäden des Hirns bei Rattenbabys
Columbus – Die alkoholinduzierte Schädigung des fetalen Gehirns könnte durch eine antiinflammatorische Therapie reduziert werden. Darauf deuten Untersuchungen an Ratten hin, deren Ergebnisse Forscher......
23.11.17
EU-Kommission fordert mehr Investitionen in Gesundheits­prävention
Brüssel – Die EU-Kommission fordert mehr Investitionen in die Prävention von Krankheiten. „Dass wir nur drei Prozent unserer Gesundheitsbudgets für Prävention ausgeben, im Vergleich zu 80 Prozent für......
17.11.17
Fachgesellschaft fordert Leberscreening beim Check-up 35
Berlin – Die Bestimmung der Leberwerte in den sogenannten Check-up 35 aufzunehmen, fordert die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). „Die Leber......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige

Fachgebiet

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

Aktuelle Kommentare

Anzeige
Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter