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Politik

Schulz spricht sich gegen Legalisierung von Cannabis aus

Montag, 18. September 2017

Berlin – Gerade erst hat Martin Schulz die Legalisierung von Cannabis zur Gewissens­frage erklärt, jetzt erteilt er persönlich einer Freigabe eine Absage. Er halte das für falsch, sagte der SPD-Kanzlerkandidat auf die Frage, wie er zur seit langem diskutierten Straffreiheit bei Cannabis stehe. Schulz äußerte sich in einem Gespräch mit die Radiozentrale, die im Auftrag von 47 Privatradios die Aktion „Hörer fragen Kandidaten“ veranstaltet.

Vor zehn Tagen hatte der SPD-Chef im Interview mit mehreren Youtube-Stars betont, als Kanzler würde er sich für eine Bundestagsabstimmung ohne Fraktionszwang zur Zukunft des Cannabis-Verbots einsetzen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hielt Schulz daraufhin vor, der Schutz vor Drogenkonsum sei keine Gewissensfrage. Grüne, Linke, FDP und Teile der SPD sind dafür, dass Besitz und Konsum von Cannabis straffrei sein sollten.

© dpa/aerzteblatt.de

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Staphylococcus rex
am Mittwoch, 20. September 2017, 23:58

Verbale Abrüstung

wäre meine Empfehlung zu diesem Thema. Martin Schulz ist, wenn man seiner Biographie bei Wikipedia vertrauen darf, ein trockener Alkoholiker. Wenn er Cannabis zur Gewissensfrage erklärt, dann wäre dies gut, aufgrund seiner eigenen Vorerfahrungen kann er bei der Frage Suchtmittel nicht so tun, als ob er unbefangen wäre.
Tom Hofmann
am Mittwoch, 20. September 2017, 19:59

Alle Einknasten

Wenn man sich mal vorstellt was der Cannabiskonsum für Polizeiarbeit mit sich bring. Unendlich viele Stunden.
haftplätze
Volksschädigung durch eben diese Inhaftierungen.
Und für was ? Für rein garnix. dagte im Fernseh mal ein holländischer Staatsanwalt " Nein, mit Cannabis haben wir keine Probleme , auch nicht die Beschaffungskriminalität"

Gut, dann hoffen wir mal dass das elendige System am Wahl-Sonntag fällt.
Practicus
am Dienstag, 19. September 2017, 23:35

10.000 Haftbefehle

können nicht vollstreckt werden, weil die Gefängnisse mit Menschen vollgestopft sind, die in ganz überwiegender Zahl (96% der Drogenurteile)geringe Mengen illegalisierter Substanzen besessen, erworben überlassen oder eingeführt haben. Es ist längst erwiesen, dass wie bei Tabak der Konsum nicht über Restriktion des Angebots, sondern nur über die Nachfrageseite vermindert werden kann.
Die Süchtigen leiden und krepieren an der Illegalität ihrer Substanz und deren Folgen, nicht an der Droge selbst
Schafft für Erwachsene einen legalen, regulierten und kontrollierten Zugeng zu allen Substanzen, und der größte Teil der entsetzlichen Folgen verschwindet... einschließlich der verstopften Knäste.
Immer wieder zu empfehlen: "After the War on Drugs, a Blueprint for Regulation", deutsche Ausgabe von Akzept eV ("Nach dem Krieg gegen die Drogen, Modelle zur Regulierung")
mooth
am Dienstag, 19. September 2017, 20:37

Doch so schlimm?

Lieber Herr Schulz, das war jetzt mal der Wendehals hoch 10 den sie da erbracht haben. Hier halten sie es so, so wie man's braucht, um die jüngeren Menschen über Youtube zu erreichen und ihnen Mut macht in Bezug auf Cannabis,und da kommt plötzlich die Frau Mortler, mit ihren halb und Unwahrheiten und teilt ihm mit dass die Lobby abspringt wenn er so was tut !!!Das ist einfach nicht ehrlich ! Meine Stimme haben sie nicht mehr , Herr Schultz
Syntaxie
am Dienstag, 19. September 2017, 14:33

Gewissenlose Inkompetenz...

... hat Frau Mortler schon oft genug bewiesen.
Und Schulz soll ja auch die Freunde des Alkohols nicht verprellen.
Also weiter mit der Hexenjagd auf Cannabisnutzer bzw. Selbstversorger. Es wäre auch in heutiger Zeit schwieriger ersatzweise etwas anderes so übelwillig, und dazu noch lukrativ für üble Alternativen, dermaßen mittels kriminalisierung etc. zu sabotieren, wie es mit Cannabis (Hanf) noch immer getrieben wird.
kairoprax
am Dienstag, 19. September 2017, 11:07

Schulz demontiert sich selbst scheibchenweise!

Martin Schulz gibt ein trauriges Bild ab. Seine Kanzlerkandidatur hat er angekündigt mit der Andeutung, sich von der Gesetzgebung Gerhard Schröders verabschieden zu wollen. Auich wenn er das nur angedeutet und nie wörtlich formuliert hat, sind seine Umfragewerte sogar an denen der Kanzlerin vorbeigezogen. Danach hat man gewartet, daß er konkreter werden würde, was allerdings rasch wie eine Kehrtwende um 180° aussah.
Der Abwärtstrend kam prompt.
Martin Schulz hat dann die Vision eines Rot-Rot-Grünen Bündnisses entworfen. Wieder gab es ein Aufmerken und der Hauch einer Glaubwürdigkeit im bezug auf eine Wende hin zu mehr Sozialstaat. Seine Relativierung kam kurz vor der Saarlandwahl und hat dort und in NRW ein Debakel erzeugt.
Und jetzt, nachdem man die SPD als führende Partei in der Opposition zu sehen begann, sprach er sich offen und frei für die Legalisierung von Cannabis aus. Wenigstens etwas. Was aber die Kehrtwende jetzt soll, weiß der Teufel. Gesellschaftlich und medizinisch wäre die Legalisierung überfällig. Was soll also die Angleichung an die konservativen Kreise innerhalb der CDU?
Es scheint, als lote Martin Schulz Anliegen num Anliegen aus dem SPD-Klientel aus, um danach einen Absprung zu machen.
So gewinnt man keine Bundestagswahl. Aber schlimmer noch, so schadet man der Liberalisierungsdiskussion und wirft den Prozeß um weiß Gott wie lange zurück.
Was soll man jetzt wählen, Herr Schulz?
Den Versprecher-Kandidaten, dessen Versprechen sich als versprecher herausstellen?
Nein, danke.

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