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Ärzteschaft

Angebote der Kompetenzzentren Weiterbildung nahezu flächendeckend verfügbar

Montag, 4. Dezember 2017

Berlin – Ab Anfang 2018 werden die Angebote der Kompetenzzentren Weiterbildung nahezu flächendeckend zur Verfügung stehen. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen. 

Die Zentren bieten überregionale Angebote für eine bessere Weiterbildung an, zum Beispiel Begleitseminare und Mentoring-Programme für Ärzte in der Weiterbildung sowie Train-the-Trainer-Fortbildungen für Weiterbilder. In den vergangenen Monaten sind auf der Basis des Paragrafen 75a des fünften Sozialgesetzbuches in 13 Kassen­ärztlichen Vereinigungsbezirken (KV-Bezirken) solche Zentren entstanden: In Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nieder­sachsen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen und Westfalen-Lippe. Zwei Zentren werden von Koordinierungsstellen bei KVen geführt, die übrigen sind an allgemeinmedizinischen Universitätsinstituten angesiedelt.

Förderung der Weiterbildung

Für die Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben hatte die KBV mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem Spitzenverband der Krankenkassen eine Verein­barung zur Förderung der Weiterbildung getroffen. Diese Vereinbarung war mit der Bundes­ärzte­kammer und dem Verband der privaten Kran­ken­ver­siche­rung abgestimmt und konsentiert. Danach war die Förderung von Kompetenzzentren Weiterbildung erstmals Anfang Juli 2017 möglich. „Die zeitnahe Umsetzung in so vielen Regionen verdeutlicht das große Interesse an einer attraktiven Ausgestaltung der Weiterbildung“, hieß es aus der KBV. 

Die Kosten für die Zentren tragen zu 45 Prozent die KVen und zu 55 Prozent die Krankenkassen. Sie setzen sich aus einer jährlichen Basisfinanzie­rung von 200.000 Euro und einer leistungsabhängigen Finanzierung je eingeschriebenem Teil­nehmer zusammen. „Im Jahr 2018 stehen für die leistungsabhängige Finanzierung bundesweit maximal rund 3,8 Millionen Euro zur Verfügung“, teilte die KBV mit. Über die Förderanträge entscheiden die drei Vertragspartner der Fördervereinbarung gemein­sam. 

Nach Auffassung der „Jungen Allgemeinmedizin Deutschland“ (JADE) sind die Zentren eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Weiterbildungsstrukturen und werden die Weiterbildung inhaltlich und strukturell verbessern. Die Nachwuchsorganisation fordert, sie in den Aufbau und die Gestaltung der Kompetenzzentren einzubinden. © hil/aerzteblatt.de

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