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Universität Witten/Herdecke gelingt nächster Finanzierungsschritt

Freitag, 26. Januar 2018

Witten – Bei ihrem Finanzierungsmodell nach einem sogenannten umgekehrten Generationenvertrag – Ältere zahlen für Jüngere – ist der Universität Witten Herdecke ein wichtiger Finanzierungsschritt gelungen. Die Studierenden-Gesellschaft Witten/Her­decke erhielt jetzt von der GLS Bank ein Darlehen über 9,65 Millionen Euro, um Studienbeiträge vorzufinanzieren. 

„Mit dem Modell zur sozialverträglichen Studienfinanzierung sorgt der gemeinnützige Verein seit über 20 Jahren für einen freien Zugang zur ältesten Privatuniversität Deutschlands. Aus einer studentischen Idee heraus ist ein überzeugendes und sozial verantwortliches Finanzierungsmodell für fast 2.500 Studierende geworden“, sagte Martin Butzlaff, Präsident der Universität Witten/Herdecke.

Modell für 2.400 Studierende

Das Modell des umgekehrten Generationenvertrages wird seit 1995 an der Universität Witten/Herdecke angeboten. Es ermöglicht, die für das Studium anfallenden Beiträge erst nach Studienabschluss und in Abhängigkeit vom eigenen Einkommen zu leisten. Mit dem Berufseinstieg zahlen die Absolventen einen prozentualen Anteil ihres Einkommens zurück – und finanzieren damit das Studium künftiger Generationen. 

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Dass die Studierenden-Gesellschaft jetzt eine Finanzierung benötigt, hängt mit dem Wachstum der Universität zusammen: In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Studierenden auf nun 2.400 verdoppelt. Deshalb nehmen aktuell deutlich mehr Studierende den umgekehrten Generationenvertrag in Anspruch, als zeitgleich Absolventen ihre Beiträge zurückzahlen.

„Wir Studierenden werden weiterhin Verantwortung für unsere Universität übernehmen und sicherstellen, dass ein Studium in Witten auch zukünftig keine Frage des Geldes ist“, sagte der Kommunikationsvorstand der Studierenden-Gesellschaft Louis Jarvers.  „Bei der StudierendenGesellschaft erleben wir, dass der Zugang zur Universität verantwortlich und solidarisch über Generationen hinweg organisiert wird. Das überzeugt“, sagte Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS Bank. © hil/aerzteblatt.de

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