StudierenNewsÄrzteschaftFachgesellschaften begrüßen Entscheidung für Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Fachgesellschaften begrüßen Entscheidung für Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“

Montag, 14. Mai 2018

/dpa

Berlin/Hamburg – Notfallmediziner haben die Entscheidung des Deutschen Ärztetages begrüßt, die Zusatzweiterbildung „Klinische Akut- und Notfallmedizin“ in die Muster­weiterbildungsordnung (MWBO) aufzunehmen. „Zukünftig können die Notfallpatienten in Deutschland darauf vertrauen, dass sie in den Notaufnahmen auf speziell auf das Aufgabenfeld für Notfallmedizin vorbereitete Ärzte treffen“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA), Martin Pin. Das sei für die Qualität der Notfallversorgung ein entscheidender Schritt.

„Die Entscheidung ist ein wichtiger Erfolg für die Patientensicherheit und die Qualität der Behandlung, für die wir uns seit vielen Jahren einsetzen“, betonte auch Stefan Schwab, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

Anzeige

Schätzungen zufolge suchen jährlich rund 21 Millionen Patienten die Notaufnahmen deutscher Krankenhäuser auf, Tendenz steigend. Die beiden Fachgesellschaften haben die Ausbildungsinhalte nach eigenen Angaben unter Mitwirkung der Bundesärzte­kammer erarbeitet. 

„Gerade die großen traditionell starken Fächer mussten erst lernen, dass hier niemand seine Kernkompetenzen abgibt, wir aber gemeinsam die Qualität der Versorgung erheblich verbessern können“, sagte Andre Gries. Er ist ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme am Universitätsklinikum Leipzig und Vertreter der DIVI-Sektion „Zusatzweiterbildung Interdisziplinäre Notaufnahme“.

Ärztetag beschließt Novelle der (Muster-)Weiter­bildungsordnung

Erfurt – Der 121. Deutsche Ärztetag hat heute in Erfurt die Novelle der (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung beschlossen und damit einen sechs Jahre dauernden Reformprozess beendet. Ziel war es, eine kompetenzbasierte Weiter­bildungs­ordnung zu schaffen, die sich nicht mehr an Zeiten und Richtgrößen orientiert, sondern daran, wie und in welcher Form Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten erlernt wurden.

Die Zusatzweiterbildung orientiert sich am Europäischen Curriculum für Notfallmedizin der Europäischen Gesellschaft für Notfallmedizin (EuSEM). Voraussetzung für die Zusatzweiterbildung ist eine Facharztweiterbildung in einem Fach der unmittelbaren Patientenversorgung, zum Beispiel den großen Fächern mit hohem Anteil an Notfallpatienten.

Dazu gehören laut DIVI die Gebiete Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Chirurgie, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Neurochirurgie oder Neurologie. Weitere Voraussetzungen sind der „Notarztkurs“ zur Qualifikation des präklinisch tätigen Notarztes sowie eine sechsmonatige Tätigkeit auf einer Intensivstation. Die Weiterbildungszeit beträgt 24 Monate in einer interdisziplinären Notaufnahme.

Die DGINA forderte jetzt alle Lan­des­ärz­te­kam­mern auf, die Zusatzweiterbildung zügig in ihren Ländern einzuführen. „Wir stehen jederzeit für eine Unterstützung der Ausgestaltung auf Landesebene zur Verfügung“, so Pin.  © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. Oktober 2018
Freiburg – Studierende des Universitätsklinikums Freiburg können mithilfe von virtueller Realität in einem neuen Simulationszentrum unter anderem minimalinvasive Eingriffe wie Kniespiegelungen oder
Simulations- und Trainingszentrum an Uniklinik Freiburg eröffnet
12. Oktober 2018
Düsseldorf – Nach einjähriger Arbeit hat das Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Nordrhein (KWNo) eine erste positive Zwischenbilanz gezogen. Man habe bisher 250 angehende Hausärzte
Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin in Nordrhein zieht positive Zwischenbilanz
11. Oktober 2018
Düsseldorf – Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) plant nach Worten von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) einen flächendeckenden Einsatz von Tele-Notärzten. „Nicht bei jedem akuten Notfall
NRW will Tele-Notärzte flächendeckend einführen
26. September 2018
Frankfurt am Main – Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen will die im Mai vom Deutschen Ärztetag beschlossene Novellierung der (Muster-)Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) zügig umsetzen. Das kündigte der neue
Hessen will neue Weiter­bildungs­ordnung zügig umsetzen
24. September 2018
Eichstätt – Eine neue kostenfreie Online-Lernplattform für Psychotherapeuten zur Betreuung von Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung hat die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Neue Lernplattform für Psychotherapeuten zur Traumatherapie
21. September 2018
Mainz – Künftigen Hausärzten stehen in Rheinland-Pfalz jetzt zehn Weiterbildungsverbünde für ihre Facharztweiterbildung zur Verfügung – am Krankenhaus Alzey wurde gestern eine Kooperationsvereinbarung
Zehn Weiterbildungsverbünde Allgemeinmedizin in Rheinland-Pfalz
18. September 2018
Göttingen/Hamburg – Ärzte und Experten für Medizindidaktik der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben ein Computerspiel entwickelt, das die
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

NEWSLETTER