StudierenNewsHochschulenKeine kostengünstige Kran­ken­ver­siche­rung während Doktorarbeit
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Keine kostengünstige Kran­ken­ver­siche­rung während Doktorarbeit

Donnerstag, 7. Juni 2018

/chachamal, stockadobecom

Kassel – Während des Schreibens ihrer Doktorarbeit können sich Promotionsstudenten nicht kostengünstig als Studenten krankenversichern. Das entschied heute das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel. Stattdessen wird ein Mindestbeitrag von gut 150 Euro oder ein einkommensabhängiger Beitrag fällig (Az: B 12 KR 15/16 R).

Studierende gesetzlich versicherter Eltern sind bis zu ihrem 25. Geburtstag in der Regel noch beitragsfrei familienversichert. Danach können sie sich günstig weiter gesetzlich versichern. Der Beitrag liegt derzeit bei 66,33 Euro plus kassenabhängigem Zusatzbeitrag – insgesamt knapp 75 Euro.

Anzeige

Promotionsstudent kein Ausbildungszweck

Studenten, die nach Abschluss ihres regulären Studiums eine Doktorarbeit schreiben wollen, schreiben sich an der Universität als sogenannte Promotionsstudenten ein. Ein Student aus Baden-Württemberg meinte, er könne ebenfalls noch den günstigen Studentenbeitrag nutzen. Seine Krankenkasse lehnte dies ab.

Zu Recht, wie nun das BSG entschied. Die günstige studentische Kran­ken­ver­siche­rung knüpfe an den Ausbildungszweck des Studiums und an die hierfür gemachten Vorgaben der Universität an. Beides gelte während der Promotion jedenfalls nicht in vergleichbarer Weise. Dass hier dennoch die Wörter Studium oder Student verwendet würden, spiele keine Rolle.

Stattdessen müssen Promotionsstudenten den doppelt so hohen Mindestbeitrag bezahlen – je nach Krankenkasse gut 150 Euro. Bei eigenen Einkünften – auch einem Stipendium – werden gegebenenfalls diese herangezogen, bei Verheirateten das halbe Einkommen des Ehepartners.

In einem weiteren Urteil entschied das BSG, dass bei einem Stipendium auch eine zusätzlich gewährte Sachkostenpauschale mit zum beitragspflichtigen Einkommen zählt (Az: B 12 KR 1/17 R). © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. Februar 2019
Düsseldorf – Das Bewerbungsverfahren für die neuen Landarzt-Studienplätze in Nordrhein-Westfalen startet Ende März. Wer zum Wintersemester einen Medizinstudienplatz über die Landarztquote bekommen
Bewerbungsverfahren für künftige Landärzte läuft an
6. Februar 2019
Hannover – An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sollen die Voraussetzungen für 50 weitere Medizinstudienplätze geschaffen werden. „Wir gehen derzeit davon aus, dass die zusätzlichen
Niedersachsen will weitere Studienplätze für Humanmedizin schaffen
6. Februar 2019
Erfurt – Die Landesregierung in Thüringen hat grünes Licht für die neu geregelte Zulassung zum Medizinstudium gegeben. Das Kabinett stimmte gestern einem neuen Staatsvertrag von Bund und Ländern zu,
Thüringens Kabinett stimmt Staatsvertrag zum Medizinstudium zu
5. Februar 2019
München – Bayern will zusätzliche Studienplätze für Humanmedizin in Erlangen und Bayreuth schaffen. Das hat der Ministerrat beschlossen, wie die bayerische Landesregierung heute mitteilte. Demnach gab
Bayern will weitere Studienplätze für Humanmedizin schaffen
22. Januar 2019
Magdeburg – Die Landesregierung Sachsen-Anhalt hat eine Landarztquote für Medizinstudienplätze auf den Weg gebracht. Dabei sollen auch Bewerber ohne Einser-Abitur eine Chance haben, wie
Sachsen-Anhalt bringt Landarztquote auf den Weg
17. Januar 2019
Bremen – Die gestrige Empfehlung von Wissenschaftsausschuss und Gesundheitsdeputation an die Bremer Bürgerschaft, die klinische Ausbildung von Medizinern in Bremen zu prüfen, ist bei der Ärztekammer
Ärztekammer Bremen stützt Pläne für Medizinerausbildung
16. Januar 2019
Bremen/Hannover – Bremen könnte in den kommenden Jahren einen Medizinstudiengang bekommen. Hintergrund der Überlegungen sind der Ärztemangel und die bundesweit zu geringe Zahl an Studienplätzen für
LNS
NEWSLETTER