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Medizinstudienplätze in Greifswald hochbegehrt

Freitag, 7. September 2018

/dpa

Greifswald – 2.232 Bewerber haben sich in diesem Jahr zum hochschuleigenen Auswahlverfahren für ein Humanmedizinstudium in Greifswald beworben. Die Hochschule hat 276 von ihnen zu Auswahlgesprächen eingeladen. Diese Gespräche haben jetzt begonnen.

Über das hochschuleigene Auswahlverfahren darf die Universitätsmedizin 60 Prozent ihrer Studienplätze selbst vergeben. Der andere Teil der Plätze wird über die Stiftung für Hochschulzulassung in Dortmund zugewiesen. Insgesamt stehen in Greifswald 196 Studienplätze in der Humanmedizin zur Verfügung – die Universitätsmedizin vergibt also 117 Plätze im Rahmen des hochschulinternen Auswahlverfahrens.

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„Wir haben so die Möglichkeit, junge Menschen auszuwählen, von denen wir glauben, dass sie später einmal gute Ärzte werden – und dazu gehört mehr als nur ein gutes Abitur“, sagte Georg Schomerus, der das Auswahlverfahren leitet.

Eine Kommission hat die Bewerbungen für das Medizinstudium detailliert gesichtet und in eine Rangliste eingeordnet. Dabei wurden Punkte für die Abiturdurchschnitts­note, die Belegung naturwissenschaftlicher Fächer in der Abiturstufe und berufspraktische Erfahrungen auf medizinischem Gebiet vergeben. Ziel dieses Verfahrens ist es laut der Universitätsmedizin, die motiviertesten und besten Studierenden mit größtmöglicher Eignung für den Arztberuf auszuwählen.

Die eingeladenen Bewerber müssen sich jetzt einzeln den standardisierten Fragen einer Kommission unterziehen. Die fünf Auswahlkommissionen für die Humanmedizin bestehen aus jeweils zwei Professoren der Universitätsmedizin. In den Gesprächen erörtern sie unter anderem die Motivation für ein Medizinstudium und die Entscheidung für den Studienstandort Greifswald. Aber auch das gesellschaftliche und soziale Engagement sowie Belastbarkeit und Kommunikationsfähigkeit der Bewerber werden bewertet.

Laut einem Gerichtsurteil des Bundesverfassungsgerichtes vom vergangenen Dezember müssen die medizinischen Hochschule ihre Zulassungsverfahren spätestens ab dem Sommersemester 2020 verfassungskonform neu gestalten. „Die Universitätsmedizin Greifswald ist auf diese Neugestaltung aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung gut vorbereitet“, hieß es aus Greifswald. © hil/aerzteblatt.de

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